Lebenshilfe macht Tempo: In Frankenau soll neues Seniorenheim früher entstehen

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Das erste Gebäude steht schon: Das Lebenshilfe-Werk hat in Frankenau bereits eine Wohneinrichtung für fünf Senioren gebaut (Hintergrund). Auf dem angrenzenden Geländen (Vordergrund) soll nun auch ein Wohn- und Pflegeheim entstehen. Foto: Daum

Frankenau. Eigentlich wollte das Lebenshilfe-Werk Waldeck-Frankenberg erst im dritten und letzten Bauabschnitt das neue Wohn- und Pflegeheim für ältere Menschen auf dem Areal der früheren Stadthalle an der Schulstraße entstehen lassen.

Weil aber das Seniorenzentrum Wesemühle seinen Betrieb einstellt, soll das Projekt nun schneller umgesetzt werden.

„Aufgrund der Schließung der Wesemühle sind wir bereit, den letzten Bauabschnitt auf dem Gelände nun umgehend anzugehen“, sagt Dr. Wolfgang Werner, Geschäftsführer des Lebenshilfe-Werks. „Wir werden jetzt alle notwendigen Anträge stellen, damit wir so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen können.“ Werner hofft darauf, dass die Bauarbeiten spätestens 2015 beginnen können.

Das Wohn- und Pflegeheim wäre damit der dritte Komplex, der auf dem Gelände an der Schulstraße drei bis sieben entsteht. Zur Erinnerung: Das Lebenshilfe-Werk hatte das gesamte Areal im Jahr 2009 gekauft. „Ziel ist es, auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände in drei Abschnitten ein umfassendes Angebot für Senioren anzubieten und dieses mit ambulanten Angeboten zu verzahnen“, so Werner.

Entstanden ist bereits eine Wohneinrichtung für fünf Senioren mit Behinderungen. „Das Haus ist fertig und wird in den nächsten zwei bis drei Monaten von den Bewohnern bezogen“, sagt Werner.

Zudem soll das daneben stehende alte Schulhaus zu einer Tagespflegeeinrichtung mit 18 Plätzen umgebaut werden. Hier sollen ältere Menschen mit und ohne Behinderungen tagsüber betreut und gepflegt werden. Außerdem soll in der Einrichtung ein Seniorentreff entstehen, in dem sich auch andere ältere Menschen aus Frankenau und Umgebung begegnen können. „Mit der Umsetzung dieses Baus, der rund 900.000 Euro kosten wird, wollen wir ebenfalls 2015 beginnen“, sagt Werner.

Durch den jetzt geplanten Vorzug der Errichtung des Wohn- und Pflegeheims könnte es im Jahr 2015 also eine Großbaustelle oberhalb der Schulstraße in Frankenau geben. Der zweite und dritte Bauabschnitt würden schließlich parallel verlaufen. „Das wäre sinnvoll, weil man alles in einem Guss machen könnte“, sagt Werner, der betont, dass man zunächst auch eine Übernahme der Wesemühle in Betracht gezogen habe. „Das war für das Lebenshilfe-Werk allerdings nicht wirtschaftlich.“

Von Philipp Daum 

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Quelle: HNA

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