Frankenberg

Lebenshilfebasar: Carlotta Meyer gewinnt Auto

- Frankenberg (sr). Erstmals international präsentierte sich der Basar der Frankenberger Lebenshilfe in der Ederberglandhalle. Eine Behindertenorganisation aus Polen bot ihre Waren an. Der Basar fand bereits zum 36. Mal statt.

Trotz Regenwetters kamen wie in den vergangenen Jahren mehrere Tausend Besucher zu dem traditionellen Weihnachtsbasar. Schon vor der offiziellen Eröffnung durch den Vorsitzenden des Frankenberger Lebenshilfevereins, Helmut Klein, stöberten viele Stammgäste an den mehr als 30 Ständen. Geschenke, Dekorationen oder Nützliches für Zuhause – das Angebot kannte keine Grenzen. Vieles war mit viel Fleiß und Gefühl handgemacht, vom verzierten Lebkuchenherz bis zum gestrickten Socken.

Klein dankte allen Vereinen, Gruppen und Initiativen. Er erwähnte auch die Helfer im Hintergrund, die über Wochen Lose verkauft oder Spenden gesammelt hatten. Viele seien schon seit Jahrzehnten dabei und stellten sich regelmäßig in den Dienst der guten Sache.

Bürgermeister Christian Engelhardt hob den menschlichen Aspekt des Weihnachtsfestes verbunden mit dem Lebenshilfebasar hervor. „Hier kann man zweimal Freude bereiten: mit schönen Geschenken und der Hilfe für Behinderte“. Engelhardt warnte vor kapital- und gewinnorientiertem Denken.

Erstmals war eine Behindertenorganisation aus Kamienna Gora in Polen bei dem Basar vertreten. Seit zwei Jahren besteht der Kontakt mit dem Waldeck-Frankenberger Lebenshilfe-Werk. Nach Besuchen und gemeinsamen Freizeiten boten die polnischen Gäste erstmals die von Behinderten in Wohnheimen gefertigten Waren an. Die Freunde aus Polen waren beeindruckt von dem Basar. „Bei uns ist alles noch im Aufbau, wir hatten bisher nur einzelne Stände in der Stadt“, erläuterte eineSprecherin.

Das ehrenamtliche Engagement unzähliger Helfer übertrug sich auf die Kauffreude der Besucher. Viele Stände waren am Abend leergeräumt. Auch die Verpflegung im Außenbereich fand reißenden Absatz. Bratwürstchen, Glühwein, Brezeln, gebrannte Mandeln oder frisch gebratene Pilze, für jeden Geschmack war etwas dabei. Die Cafeteria wurden von den Landfrauen aus Somplar, Wangershausen, Schreufa und Viermünden betreut. Die 100 Torten stammten von Eltern behinderter Kinder, Mitgliedern der Lebenshilfe und den Landfrauen.

Für Spannung sorgte wie jedes Jahr die Tombola mit wertvollen Sachpreisen. Die Lose fanden sehr guten Absatz. Klaus Hartmann moderierte die Ziehung der Gewinner: Der Hauptpreis, ein Citroen „C1“, ging an Carlotta Meyer aus Frankenberg. Die Städtereise nach Prag gewann Lukas Heder aus Edertal und eine Woche Ferien auf Sylt kann Oliver Wank aus Birkenbringhausen machen.

Auch an der Schnürchenbude oder am Glücksrad gab es für 50 Cent und etwas Glück viele kleine Preise. Für musikalische Unterhaltung auf dem Vorplatz der Ederberglandhalle sorgten der Frankenberger Posaunenchor, die Stadtkapelle „Condordia“ Hallenberg, der Posaunenchor aus Dodenhausen, die Flötengruppe aus Friedrichshausen und die „Musical Kids“, beide unter der Leitung von Tabea Himmelmann. Am Nachmiitag bahnte sich auch der Nikolaus alias Gerhard Kerstein seinen Weg durch die Massen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare