Allendorf hat drei Straßen mit 54 LED-Lampen ausgerüstet

LED-Leuchten sparen Strom und Geld

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Allendorf (Eder) - In der Viessmannstraße in Allendorf, in der Edertalstraße in Battenfeld und in der Bennighäuser Straße in Rennertehausen sorgen bei Dunkelheit LED-Laternen für Licht.

Sie sind im Vergleich zu herkömmlichen Leuchten doppelt so teuer in der Anschaffung, sparen aber zwei Drittel des Strombedarfs. Ziel sei, Energie zu sparen, was aber nicht auf die Kosten der Lichtstärke gehen sollte, sagte Bürgermeister Claus Junghenn gestern.

Effiziente Straßenbeleuchtung spiele im Zuge des Klimaschutzprojektes im Oberen Edertal eine wichtige Rolle. Die LED-Technik sei derzeit die optimale Lösung. Mitglieder der Gemeindegremien hatten schon vor zwei Jahren die "Lichtstraße" des Stromversorgers Eon in Borken besucht und sich ein Bild von den verschiedenen Laternen gemacht.

"Leider sind die LED-Leuchten in der Anschaffung wesentlich teurer als die herkömmlichen Lampenköpfe", sagte Junghenn. So koste beispielsweise die in der Viessmannstraße montierte LED-Kofferleuchte mit 965 Euro je Stück mehr als doppelt so viel wie die bisher montierten Lampenköpfe. Weitere LED-Lichter "Gleichwohl wurde bereits damals die Zielrichtung festgelegt, nach und nach die gesamte Straßenbeleuchtung in Allendorf auf die neue Technik um zu rüsten", sagte der Verwaltungschef.

Die Gemeinde hat ein Förderprogramm des Bundesumweltministeriums genutzt. Allendorf für die Installation von 19 LED-Lampen in der Edertalstraße in Battenfeld einen Zuschuss in Höhe von 7120 Euro. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 17?800 Euro. Der Bund hat 40 Prozent gefördert. "Hier wird künftig ein jährliches Einsparpotenzial von 69 Prozent des Strombedarfes realisiert", sagte Junghenn.

Die Lampen in der Edertalstraße sind äußerlich fast identisch ist mit den bisher verwendeten Pilzleuchten. Auch in der Bennighäuser Straße im Neubaugebiet in Rennertehausen wurden vier neue LED-Laternen aufgestellt. In der Viessmannstraße in Allendorf (Eder) wurden auf einer Länge von 1,5 Kilometer 31 Straßenlampenaufsätze ausgetauscht. Die alten Leuchten hatten eine Leistung von etwa 300 Watt, die neuen Leuchten haben eine Nennleistung von 100 Watt bei gleicher Lichtausbeute.

Der Stromverbrauch wird sich den Berechnungen nach von 26.650 Kilowattstunden pro Jahr auf 8640 Kilowattstunden reduzieren. Junghenn rechnet mit einer Einsparung von 68 Prozent, die Amortisierungszeit soll 13 Jahre betragen. Die Gesamtkosten für die Anschaffung und Montage in der Viessmannstraße belaufen sich auf 38.500 Euro, die Gemeinde erhielt wiederum einen 40-prozentigen Zuschuss.

In diesem Jahr sind im Haushalt weitere 70.000 Euro eingestellt, um etwa 50 Lampen umzurüsten. Alle Ortsteile sollen berücksichtigt werden. Claus Junghenn hofft erneut auf eine Förderung, allerdings wurde die Quote auf 25 Prozent reduziert. Insgesamt stehen in der Großgemeinde Allendorf etwa 950 Straßenlaternen.

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