Arbeiten am DRK-Wohnhaus in Gemünden

Leerstand füllt sich mit Leben

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Jeden Tag ein bisschen mehr: Das DRK-Projekt im Steinweg nimmt Form an – Andreas Chales-de Beaulieu vom Ingenieurbüro Sachs, DRK-Schatzmeister Rainer Opper, DRK-Geschäftsführer Christian Peter und Bürgermeister Frank Gleim informierten über den BaufortschrittFotos: Marco Steber

Gemünden - Die Bagger sind abgezogen und der Aufzug fährt - die Arbeiten am DRK-Projekt im Steinweg laufen auf Hochtouren, denn Ende des Jahres sollen die ersten Bewohner einziehen.

Noch hängen die Kabel aus den Wänden und Dämmmaterialien liegen herum. Dennoch wird deutlich, wie das Gebäude einmal im fertigen Zustand aussehen wird. Die Rohrinstallationen - also die Elektronik, die Leitungen für die sanitären Anlagen und die Heizungen - sollen bis zum Ende der Woche zum Abschluss kommen, sagt Andreas Chales-de Beaulieu vom Ingenieurbüro Sachs. Das generationenübergreifende Wohn-, Betreuungs- und Beratungsgebäude im Steinweg nimmt also Formen an.

Sind die Kabel verlegt, kann der Trockenbauer damit beginnen, die Wände wieder zu verkleiden. Dann wird es Zeit für den Estrich. Dieser brauche vier bis sechs Wochen um zu trocknen, sagt Chales-de Beaulieu. Je nach Wetterlage könne dies aber auch länger oder kürzer dauern. Auch dadurch würde sich entscheiden, ob die Eröffnung noch in diesem Jahr stattfindet. Ende Dezember sei der frühstmögliche Termin.

Insgesamt entstehen sechs Wohnungen. Zwei davon seien Single-Wohnungen, berichtet Christian Peter, Geschäftsführer des Frankenberger DRK-Kreisverbands. Vor allem hell sollen die Wohnungen werden. Dafür sorgen große Fenster und französische Balkone. Es herrsche bereits reges Interesse, sagt Peter. Auf die sechs Wohnungen kommen derzeit 13 Interessenten. Wer letztendlich den Zuschlag bekommt, soll durch soziale Kriterien entschieden werden. Das Haus befindet sich in Gemündens Ortsmitte. Das biete den Bewohnern die Möglichkeit, am Geschehen in der Wohrastadt teilzunehmen, sagt Peter. Auf dem Dach entsteht eine große Terrasse, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll. Von dort aus können die Bewohner nicht nur den Steinweg und den Marktplatz, sondern auch die nähere Umgebung Gemündens überblicken.

Alle Wohnungen sind barrierefrei zugänglich und durch einen Aufzug erschlossen. Es sei erst das zweite Gebäude in Gemünden mit einem Aufzug, berichtet Bürgermeister Frank Gleim, der bereits der Eröffnung entgegen blickt: „Wir freuen uns über jeden Tag des Baufortschritts“, sagt er.

Nicht zuletzt auch deshalb, weil das DRK mit dem Projekt dem Leerstand in der Wohrastadt entgegenwirkt, denn das Gebäude war zuvor nicht bewohnt. (r)

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