Frankenberg

Lehrer Reckel nimmt Abschied

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- Frankenberg (gi). „Der Abschied fällt schwer, es sind bereits viele Tränen geflossen. Aber man muss der Vernunft gehorchen.“ Realschullehrer i. R. Ernst Reckel kehrt in diesen Tagen seiner Heimatstadt Frankenberg den Rücken.

Sein Haus und Garten im Kleiberweg hat er verkauft: „Das war weiß Gott kein einfacher Schritt!“ Der 85-jährige Pädagoge wird fortan im sächsischen Chemnitz leben. Sein Sohn Wolfgang (52), Abteilungsleiter bei der dortigen Industrie- und Handelskammer, hat ihm eine Wohnung besorgt: „In einem sanierten Plattenbau am Amselsteig in der ehemaligen Karl-Marx-Stadt“, so der geistig und körperlich noch rüstige „Umsiedler“ mit einem etwas gequälten Lächeln: „Für mich die beste Lösung, mein Sohn wohnt 700 Meter entfernt. Ich wage einen Neuanfang und bin zuversichtlich.“

Ernst Reckel gehörte zu Frankenberg „wie das Rathaus“. Hunderten von Schülern hat er die englische Sprache vermittelt; sein weiteres Fach war „Sozialkunde“. 41 Jahre war er hier engagierter Lehrer, zuletzt an der Burgwaldschule.Mit seinem Namen verbindet sich auch der erste Schüleraustausch mit englischen Schulen Anfang der 1960er Jahre, zunächst mit Ipswich/Suffolk. Reckel gilt ferner als einer der Initiatoren für die Partnerschaft mit dem englischen Manningtree. Sie lebt bis heute, vor allem durch Aktivitäten der Kantorei der Liebfrauenkirche und des Rotary Clubs Frankenberg/Battenberg.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 22. Oktober

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