Frankenberg

Lehrer wollen für bessere Arbeitsbedingungen streiken

- Die hessische Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat alle Mitglieder, die als Lehrkräfte im hessischen Schuldienst arbeiten und nicht im Vorbereitungsdienst sind, zur Arbeitsniederlegung und Teilnahme an einer Demonstration mit Kundgebung am Dienstag, 17. November, in Wiesbaden aufgerufen.

Bei dem eintägigen Lehrerstreik geht es laut Bildungsgewerkschaft um bessere Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte, Reduzierung der Pflichtstunden und Fortsetzung der Altersteilzeit. „Wir fordern professionelle Arbeitsbedingungen für unsere professionelle Arbeit“, erklärte Sieglinde Peter-Möller, Mitglied des Frankenberger GEW-Kreisvorstandes. „Die Kolleginnen und Kollegen setzen sich mit ihrer Arbeitsniederlegung für die Rücknahme der Pflichtstundenerhöhung von 2004 sowie für 10 000 zusätzliche Deputatsstunden für Lehrkräfte an den Schulen ein. Zudem fordern wir eine Fortsetzung der Altersteilzeitregelung, keine Erhöhung des Eintrittsalters in den Ruhestand sowie die Besetzung der frei werdenden Stellen durch voll ausgebildete Lehrkräfte.“ Nach Ansicht der GEW wird in der Bundesrepublik Deutschland der Anteil der Ausgaben für Bildung am Bruttoinlandsprodukt immer geringer. „Das reiche Land Hessen belegt darüber hinaus unter den Bundesländern regelmäßig einen der hinteren Plätze“, heißt es in einer Presseerklärung des GEW-Kreisverbandes Frankenberg. „Der Unmut in den Schulen über die schlechten Arbeitsbedingungen ist groß.“ Aus diesem Grund will die hessische GEW am Dienstag, dem 17. November, ab 11.30 Uhr in einem Demonstrationszug von der Wiesbadener Reisinger-Anlage zum Luisenplatz ziehen, wo von 13 bis 14.30 Uhr eine Großkundgebung stattfindet. Aus Frankenberg fährt ein Bus um 9 Uhr ab Parkplatz Ederberglandhalle. Für angemeldete Teilnehmer bestehen Zusteigemöglichkeiten um 9.20 Uhr in Battenberg am Hänsel-und-Gretel-Brunnen und um 9.50 Uhr in Marburg am Messeplatz, Afföllerstr. 102, sowie weitere nach Vereinbarung.(vk)

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