Lengeltal: Menschen kämpfen gegen Flurbereinigung

Ellershausen. Die geplante Renaturierung des Lengelbachs und die damit verbundene Flurbereinigung (HNA berichtete) ruft weiterhin den Widerstand der Jagdgenossenschaft Ellershausen, der Interessensgemeinschaft Lengeltal sowie der Ortslandwirte Ellershausen und Allendorf hervor.

In einem Flugblatt, das in Ellershausen und Allendorf verteilt worden ist, bündeln die Gegner ihre Argumente.

Sie betonen, dass den Anstoß zur Renaturierung nicht die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRR) gegeben habe, sondern eine „ungenügende“ Leistung der Kläranlage in Ellershausen. „Trotz aller Probleme gilt der Lengelbach als überdurchschnittlich gut. Daher wäre nach der WRR keine Renaturierung erforderlich, zumindest nicht am Mittel- und Unterlauf. Gleichwohl sollte der beobachtete erhöhte Ausstoß an Ammonium durch die Kläranlage Anlass zur näheren Überprüfung sein“, heißt es.

Diese und weitere Erkenntnisse habe man durch das Zusammentragen von Fakten gewonnen. Man habe auch Vorschläge für eine Lösung mit freiwilligen Beiträgen zu einer Renaturierung ohne Flurbereinigung entwickelt und diese dem hessischen Umweltministerium zugeleitet. Weil sich Frankenaus Bürgermeister Björn Brede aber nicht bereit erklärt habe, den Antrag auf Einleitung eines Flurbereinigungsverfahrens zurückzuziehen, habe man einen Sammeleinspruch eingelegt.

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Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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