Frankenauer Kellerwaldschule nimmt zum zweiten Mal an Comenius-Partnerschaft teil

Lernen ohne Grenzen

Große Freude: Schulleiterin Susanne Weber freut sich mit einigen Schülern über Geschenke der Gastschulen, die bereits auf der Landkarten der Aula markiert sind. Foto: Schelberg

Frankenau. Gebannt warten die Kinder vor der Leinwand in der Aula der Kellerwaldschule in Frankenau. Noch tut sich dort nichts. Die Kinder warten auf Gywenne Kynaston und ihre Schüler der Burley Primary School in England. Sie ist gemeinsam mit der Skola Sabinov aus der Slowakei Partner der Kellerwaldschule im Comenius-Programm.

Für die nächsten zwei Jahre planen die Schulen einen regen Austausch über nationale Grenzen hinaus. „So ein Austausch ist wichtig für die Schule, für Kollegen aber auch Schüler“, erklärt Schulleiterin Susanne Weber. Während die Kinder auf die Internetverbindung per Kamera warten, erzählt die Rektorin, was für die kommenden Jahre geplant ist.

Unter dem Projekttitel „Getting creative - getting outside“ (Kreativ werden und rausgehen) steht die partnerschaftliche Arbeit diesmal im Zeichen der Natur. Mit verschiedenen Methoden kreativer Auseinandersetzung sollen die Kinder ein Verständnis für die Natur und den Schutz dieser erlangen. Dabei sollen nicht nur selbst neue Herangehensweisen ausprobiert werden, sondern diese sollen vor allem auch mit den ausländischen Mitschülern ausgetauscht werden.

Dabei werden zu dem noch neue Medien wie Internetkonferenzen, Verfassen von Emails, oder digitale Aufnahmen erprobt. Dass aber auch „alte“ Medien nicht zu kurz kommen, zeigen die vielen Geschenke, der Partnerschulen, die Susanne Weber den Kindern ebenfalls präsentierte. So haben die Kinder aus der Slowakei Christbaumschmuck gebastelt, die englischen Schüler folgten ihrer Weihnachtstradition und schickten den Frankenauern bunte Weihnachtskarten.

Videokonferenz

Dann war es endlich so weit: Die Internetverbindung stand und per Videokonferenz stellten sich die Schüler einander vor. Es wurden einander Lieder vorgesungen und kräftig in die Kamera gewunken.

Die erste Kontaktaufnahme zeigte es: Die Schülerinnen und Schüler der Kellerwaldschule freuen sich auf die kommenden zwei Jahre, um die ausländischen Schüler kennenzulernen und gemeinsam mit ihnen am Comenius-Projekt zu arbeiten.

„Es ist schon erstaunlich, wie sich die Kinder trotz geringer Fremdsprachenkenntnisse verständigen“, erklärte Susanne Weber. Die Rektorin fügte hinzu: „Da wo das Basisenglisch aus der Schule nicht mehr reicht, wird sich anderweitig mit Gesten verständigt. Das klappt auch sehr gut.“

Die Sprache ist letztlich auch ein Punkt des Projektes. Durch das gemeinsame Lernen soll zudem die Motivation gefördert werden Fremdsprachen zu lernen. Einige Schüler können dies im Mai in England ausprobieren, dann reist mit Lehrerbegleitung eine Schülerdelegation nach Burley.

Von Marco Schelberg

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare