Hallenberg

Letzte Ruhe in einem Wald

- Hallenberg (r/gl). Ab 1. Juli gibt es in Hallenberg den ersten Bestattungswald des Sauerlandes

Die Wünsche nach geänderten Bestattungsformen haben die sauerländische Nachbarstadt dazu gebracht, einen Bestattungswald einzurichten. In den vergangenen Jahren hat der Wunsch zu veränderten Bestattungsformen enorm zugenommen, im Frankenberger Land wie auch im benachtbarten Sauerland. Gründe sind der demografische Wandel, die Zunahme von Ein- und Zweikinder-Familien, Single-Haushalte sowie kinderlose Lebensgemeinschaften.

Oft wohnen auch die für die Grabpflege Verantwortlichen nicht mehr in der Nähe des Grabes. Wurde noch in den Jahren 1996/97 die Einrichtung eines Urnenfeldes in Hallenberg für nicht erforderlich gehalten, so hat diese Bestattungsform in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Mehrfach wurde von Bürgern auch die Frage nach der Möglichkeit einer Waldbestattung gestellt. Von einigen Hallenbergern ist bekannt, das sie bereits Verträge mit Bestattungswäldern in der Umgebung abgeschlossen haben.

Daher richtet auch die Stadt Hallenberg derzeit einen Bestattungswald ein. Ab dem 1. Juli soll es möglich sein, am Fuße eines Baumes die letzte Ruhe zu finden. Die Asche Verstorbener wird bei der Beerdigung in einem Bestattungswald direkt an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. So eröffnet sich eine natürliche und würdevolle Alternative zu den bislang gewohnten Bestattungsritualen. Das Konzept ist unabhängig von Konfession, Wohnort und frei von sozialen Zwängen – also auch für Interessenten aus dem Frankenberger Land eine Überlegung wert.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 21. April.

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