Der Maler Frank Hinrichs aus Fronhausen stellt in Gemünden Bilder aus

Leuchtend wie Kirchenfenster

Die Pracht der Farben: Frank Hinrichs neben einem seiner Werke. Foto: Moniac

Gemünden. Farbenprächtige Bilder des Malers Frank Hinrichs gibt es im Alten Bahnhof Gemünden zu sehen. Der Kunst- und Kulturverein Gleis 3 eröffnet damit die Herbstsaison.

Hinrichs, gebürtig aus Duisburg, doch seit 1981 in Fronhausen bei Marburg lebend, sieht den Menschen im Umgang mit sich und anderen als Mittelpunkt seiner Werke. Wichtig als Begleitmedium beim Malen sei für ihn die Musik, erklärte der Künstler, denn für den kreativen Prozess zwischen Spontaneität und Kontrolle sei sie von entscheidender Bedeutung. Dabei mag er alles zwischen Klassik, Jazz und Folklore, nur Text darf nicht dabei sein. „Der würde mich aus dem Konzept bringen“, sagte Hinrichs.

Auch wenn er eher schnell und impulsiv male, benötige er für ein Bild mehrere Wochen. Nach Fertigstellung brauche er stets Zeit zum Nachdenken und Neu-Strukturieren. Die Titelgebung stelle noch einmal einen eigenständigen Prozess dar – Namen wie „Der Bogen des Tauchers“, „Keimzeit“ oder „Dreiklang“ sind Beispiele. Hinrichs Bilder erinnern in ihrer Leuchtkraft an Kirchenfenster, was auch schon zu Aufträgen für Gotteshäuser geführt hat. Für Acrylmalerei sei diese Leuchtkraft ungewöhnlich, wie der Künstler erklärte. „Ich habe lange gebraucht, bis ich mir diese Technik erarbeitet habe“, sagte er. Die musikalische Begleitung zur Vernissage übernahm Hinrichs Sohn Jan mit eigenen Kompositionen auf der Gitarre.

Die Ausstellung ist bis zum 22. November zu den Öffnungszeiten des Alten Bahnhofs zu besichtigen. (zmm)

Quelle: HNA

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