"Lieblingsstükke"

Mode aus Twistetal erobert den Markt im In- und Ausland

Mode aus Berndorf: Martina Kolb (Zweite von links) will mit ihrem Unternehmen „Lieblingsstükke“expandieren. Das Bild zeigt zudem die Mitarbeiterinnen (von links) Kerstin Schute, Sabine Fuchs und Nicole Michels. Sie stellen jetzt auf Messen die Sommerkollektion für 2016 vor, die ab Oktober hergestellt wird. Stulpen mit Spitze sind typische „Lieblingsstükke“. Foto: Rösner

Berndorf. Ein kurzes, schwarzes Kleid aus reiner Seide, Einkaufspreis 159,90 Euro: Eines der Lieblingsstücke von Martina Kolb. Mit ihrer Mode erobert sie die Welt.

Die Berndorferin will ihr Unternehmen „Lieblingsstükke“ erweitern, um der großen Nachfrage im In- und Ausland nachkommen zu können. Dafür sucht sie größere Räume.

Das Unternehmen stellt Kleidung, Schmuck und Accessoires für Damen von 20 bis 80 Jahren her. Zu einem großen Teil entstehen die Stücke in Twistetal, alles in Handarbeit. Fünf Mitarbeiter sind beschäftigt. Außerdem produzieren zwei weitere Firmen für „Lieblingsstücke“ - ganz nach den Vorgaben von Martina Kolb. Schnitt, Stoff, Entwurf, Knöpfe und alles, was die Firmen zum Schneidern brauchen, liefert sie ihnen.

Die 54-Jährige bringt zweimal pro Jahr eine eigene Kollektion für das gehobene Segment heraus. Schmuck koste zwischen 15 und 100 Euro, Kleidung bis zu 500 Euro. „Individuell soll es sein“, betont Martina Kolb. „Es macht Spaß, mit hochwertigem Material zu arbeiten.“ Alle Stoffe stammten aus Europa, jeden Stoff lasse sie speziell einfärben. Sie verarbeite auch Dresdner Spitze. „Es steckt viel Herzblut drin, und Liebe zum Detail.“ Vor allem ihre Stulpen seien einmalig. Typisch für ihren Stil seien Spitze und Borte. „Das ist meine eigene Handschrift.“

Ihre Kunden sind Lifestyle-Läden, Galerien, Museen und Katalog-Firmen in Deutschland, Holland und England. Vor allem aber in der Schweiz.

„Lieblingsstükke“ stellt auf Fachmessen aus und nimmt dort Bestellungen auf. Für den Endkunden sind die Kleider und der Schmuck daher nicht direkt über den Hersteller aus Twistetal, sondern über den Handel zu erwerben.

„Es soll etwas Exklusives bleiben“, sagt die Unternehmerin. Daher ist die Mode nicht in jeder Stadt oder in jedem Kleidungsgeschäft zu kaufen. „In der Schweiz mussten wir deshalb schon Order ablehnen“, berichtet Kerstin Schute aus Herzhausen, die für „Lieblingsstükke“ als Betriebswirtin arbeitet. In der Schweiz sei der Markt gesättigt, daher soll der Schwerpunkt jetzt auf die Niederlande gelegt werden.

Wie man in der Region in dieser Woche direkt an "Lieblingsstükke" herankommt, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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