100 Gäste in der Rathausschirn

Lions-Club Frankenberg lud zum Grünkohlessen für guten Zweck

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Wohl bekomm’s! Nach der Arbeit erfrischten sich die Helfer vom Roten Kreuz mit einem kühlen Bierchen.

Frankenberg – Zum 16. Grünkohlessen des Lions Clubs Frankenberg begrüßte Präsident Markus Beil gut 100 Gäste in der historischen Rathausschirn. Neben den Ehrengästen hieß Beil auch den Festredner des Abends, Superintendent Hans Hentschel, mit seiner Frau willkommen.

Beil skizzierte die Arbeit der Lions, deren Anliegen es sei, sich den gesellschaftlichen Problemen der Zeit zu stellen und zu deren Lösungen beizutragen. Durch ihre Projekte förderten sie vor allem die Kinder- und Jugendarbeit und den Musikunterricht.

In Frankenberg konnte auf Initiative der Lions unter anderem eine zusätzliche Betreuung für das Jugendhaus finanziert werden. „Ohne Ihre Spendenbereitschaft wäre unsere Arbeit gar nicht möglich“, bedankte sich Beil bei seinen Clubfreunden.

„Sie tun Gutes mit diesem Grünkohlessen“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß, der in seinem Grußwort den Bogen zu den geplanten Aktivitäten bei den 775-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt Frankenberg schlug.

Guten Appetit! Die Gäste lassen sich Grünkohl mit Mettwürstchen in der Frankenberger Rathausschirn schmecken.

Dr. Dietrich Tripp, der das Programm des Abends begleitete, wies auf die „Eiswette“ hin. Hier musste geschätzt werden, wann ein eingefrorener Geldschein unbeschädigt seinem kalten Gefängnis entnommen werden könnte.

Dies geschah nach überraschend kurzer Zeit: Bereits um 20.55 Uhr war das Eis aufgetaut. Die exakte Zeit hatte Herbert Günther vorausgesehen, der für sein erfolgreiches Abwägen eine Flasche Champagner einheimste.

Nach dem Essen – Grünkohl, Mettwürstchen und Salzkartoffeln waren traditionsgemäß von den Helfern des Roten Kreuzes zubereitet worden – trat Hans Hentschel als „Sonntagsmaler“ ans Mikro. Seine Rede beschränkte sich keineswegs auf verbale Lebensweisheiten, denn er unterstrich seine „fünf unprofessionellen Tipps zur Salutogenese“ mit verblüffend einfachen, doch wirkungsvollen Zeichnungen. „Verbrennen Sie das Wort ‚eigentlich’“, empfahl er beispielsweise seinen Zuhörern; dagegen sollten die Dinge, die man längst gerne getan hätte, auf die To-do-Liste gesetzt werden.

„Lassen Sie sich die Freude nicht von denen verderben, die sich selbst für zu vernünftig für Albernheiten halten“, war einer der Ratschläge, die die Zuhörer mit einem Schmunzeln vernahmen.

Eiswette: Markus Beil zeigt den eingefrorenen 100-Euro-Schein.

Der vielleicht wichtigste Tipp lautete: „Trennen Sie Ihr Leben nicht in ‚work’ und ‚life’“; eine solche Planung werde nämlich nicht funktionieren.

Bei der sich anschließenden Geschichte von Frau Grau, die mittels kleiner Freundlichkeiten wieder Lebensfreude entdeckt, entstand parallel ein buntes Bild, das schließlich versteigert wurde. Die nicht unbeträchtliche Summe wird ebenfalls benachteiligten Jugendlichen zugute kommen.

Zum Abschluss gab es noch Livemusik von Dan und Dave, einem Musikerduo mit vielen Oldies im Gepäck.  

Service: Die „Pinselpredigten“ von Hans Hentschel sind im Internet nachzulesen unter www.lutherfilme.de oder www.dersonntagsmaler.de

Quelle: HNA

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