Literarischer Frühling: Schlemmen mit Fontane

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Katharina Jaeger Literatur-Festival auf den Spuren der Brüder Grimm. Eine Initiative von Hotel Sonne Frankenberg, Hotel Schloss Waldeck, Landhaus Bärenmühle Adriana Altaras ließt Fontane während Florian Hartmann kocht,

Frankenberg. Literatur mit allen Sinnen genießen - das stand am Montag für Gäste des Literarischen Frühlings im Hotel Die Sonne in Frankenberg auf dem Programm.

Glaubt man den Aufzeichnungen des Brandenburger Schriftstellers und Apothekers Theodor Fontane, können sich nervöse Menschen einen verdorbenen Magen durch Aal kurieren. „Vor allem aber brauchen sie Liebe und Glück, aber jeden Tag anders und jeden Tag neu“, zitierte Adriana Altaras. Die Schauspielerin und Theaterregisseurin servierte den Gästen des Literarischen Frühlings im Hotel Die Sonne am Montag eine Mischung aus Liebe, Glück und Unterhaltung. Sie las aus Fontanes Roman „Frau Jenny Treibel oder Wo sich Herz zum Herzen find’t“. Unterstützt wurde sie dabei von Florian Hartmann. Der Frankenberger Sterne-Koch tischte kulinarische Häppchen auf, die Theodor Fontane in seinen Werken, aber auch in Tagebucheinträgen und Briefen erwähnt hat.

In der Küche des Hotels gab es für die 20 literaturintessierten Gäste eine Räucheraal-Frühlingsrolle mit Nashi-Birne, ein Krabben-Gericht mit Spargel, Erbsen und Möhren sowie Steckrübenbrei, dazu Kassler vom Duroc-Schwein. Bei der Auswahl der Gerichte hat Alataras das Buch „Ich bin nicht für halbe Portionen - Essen und Trinken mit Theodor Fontane“ zu Rate gezogen.

Rinderfilet statt Braten

Hartmann hat diese Gerichte mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Weil er dabei auf Zutaten aus der Region zurückgriff, wich er manchmal vom Originalrezept ab. So servierte das Küchenpersonal als Hauptgang Rinderfilet mit Mostrichcreme statt des Rinderbratens mit Mostrichsauce, den Fontane schätzte.

„Ich habe eine hohe Vorstellung von der Geselligkeit der Mahlzeit“, schrieb Fontane. Der Schriftsteller hätte vermutlich seine Freude an der Veranstaltung gehabt, denn gesellig ging es zu. Die Gäste lachten, aßen und unterhielten sich. Alatars entführte sie ins Neuruppin des 19. Jahrhunderts. Sie erzählte die Geschichte um den großbürgerlichen Kommerzienrat Treibel und seine Frau Jenny, dessen Söhne Otto und Leopold, sowie Professor Wilibald Schmidt und dessen Tochter Corinna.

Marc Hörcher 

Wie Adriana Alataras ihr schauspielierisches Talent bei der Lesung zum Einsatz brachte, lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten Ausgabe der HNA in Waldeck-Frankenberg.

Quelle: HNA

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