Aber nicht alle Kinder können kommen

Kitas in Waldeck-Frankenberg bereiten sich auf mehr Betreuung ab 2. Juni vor 

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Kita Haina: Emily, Carlo (vorne) und Lasse freuen sich mit Kitaleiterin Metke (links) und Erzieherin Christiane Koch, dass ab 2. Juni wieder mehr Kinder in die Kita kommen können.  Am heutigen Freitag wird die Kitaleiterin die Vorgaben von Land und Kreis mit den Wünschen der Eltern abgleichen. Dann entscheidet sich, wi e viele Kinder am Dienstag kommen können.

Waldeck-Frankenberg – Viele Eltern sind enttäuscht. Das Land Hessen hatte angekündigt, dass ab dem 2. Juni ein „eingeschränkter Regelbetrieb“ in den Kindertagesstätten möglich sein werde. Doch die aktuellen Hygienevorgaben des Sozialministeriums lassen einen Regelbetrieb nicht zu.

Der Landkreis empfiehlt, dass höchstens die Hälfte der genehmigten Kita-Plätze belegt werden sollte. Zudem bleiben die Betreuungszeiten eingeschränkt.

Nach Pfingsten dürfen somit beispielsweise nur vorrangig Integrationskinder zurück in die Kitas, außerdem Kinder, bei denen das Jugendamt die Betreuung als unerlässlich ansieht. Die Notbetreuung von Kindern von Eltern bestimmter Berufsgruppen gilt weiterhin, aber nur für die tatsächliche Arbeitszeit der Eltern. Die Hygieneregeln für die Kitas sehen vor, dass die Kinder weiterhin möglichst wenige Kontakte haben sollen, dass sie sich nicht frei in den Fluren bewegen und Gruppen getrennt voneinander im Außenbereich spielen sollen.

Die Räume und das Personal reichen aber nicht überall aus, um die Hinweise für Hygiene und Gesundheitsschutz für alle angemeldeten Kinder umsetzen zu können. Daher müssen die Träger der Kitas die Vorgaben selbstständig realisieren. Das bedeutet zum Beispiel für den Zweckverband evangelischer Kitas Nordwaldeck, dass Prioritäten gesetzt werden müssen. „Wenn nach der Vergabe der Plätze für die Notbetreuung weitere Plätze in unseren Einrichtungen vorhanden sind, werden wir diese restlichen Plätze auch vergeben“, kündigt Christian Rehkate, Leiter des Zweckverbandes, an.

 Das würde zunächst diejenigen betreffen, bei denen beide Eltern berufstätig sind, aber nicht zu einer der „systemrelevanten“ Berufs- oder Personengruppen zählen. Erst dann würden Kinder berücksichtigt, die im August eingeschult werden. Dieses Vorgehen gelte zunächst bis zum 3. Juli. Ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz besteht zurzeit nicht.

Die Stadt Frankenberg hat angekündigt, „die große Mehrheit der Kinder“ in den drei städtischen Kitas betreuen zu können. Dafür habe man die Gruppengröße reduziert. Zudem weiche man auf andere Räume wie zum Beispiel Turnhallen aus und es werden mehr Gruppen im Freien geschaffen.

Empfehlungen des Landes bzw. des Landkreises für den Kita-Betrieb ab 2. Juni: 

. Kinder werden nur unter bestimmten Voraussetzungen betreut, Eltern geben sie am Eingang ab. 

. Kindergruppen für Drei- bis Sechsjährige sollten maximal aus 12 Kindern bestehen, altersübergreifende Gruppen aus 10, Krippengruppen aus 6 und Wald- und Naturgruppen aus höchstens 20 Kindern.

. Ein Gruppenraum soll fest einer Gruppe zugewiesen sein. Dafür dürfen auch andere Räume außerhalb der Kita genutzt werden.

 . Betreuungs- und pädagogische Angebote sollen bei schönem Wetter verstärkt draußen stattfinden, da dort das Infektionsrisiko geringer sei. In festen Gruppen darf gemeinsam zu Mittag gegessen werden. Toiletten sollten zeitlich versetzt genutzt werden. 

. Jede Kita muss ein Hygienekonzept entwickeln. . Kinder und Erzieher mit Erkältungssymptomen sollten zuhause bleiben, auch wenn deren Familienmitglieder sich krank fühlen. 

Entgegen der Corona-Auflagen haben sich in Frankenberg rund 100 Jugendliche zu einem illegalem Treffen versammelt. 

Quelle: HNA

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