Region besonders geeignet für Zucht von Fleischrindern

Löhlbach ist einmalig in Hessen: Sieben Herdbuchzüchter im Ort

Für ein Leckerli macht sie Gymnastik: Rotes Höhenviehrind Simona mit Züchter Gerd Faust.

Löhlbach. Löhlbach ist eine Hochburg der Herdbuch-Züchtung: Dort gibt es sieben Betriebe, die sechs verschiedene Fleischrinder-Rassen züchten. „Das ist hessenweit einmalig“, sagt Harald Krausmüller von der Zucht- und Besamungsunion Hessen. Üblich seien allenfalls zwei bis drei Zuchtbetriebe in einem Ort.

Im vergangenen Jahr gab es in Löhlbach sogar noch zwei weitere Herdbuch-Rinderzüchter, schildert Zuchtexperte aus Alsfeld.

Ein Grund, warum dort die Fleischrinder-Zucht so beliebt ist, sind Gegebenheiten, die den Landwirten das Leben eigentlich schwer machen: die Höhenlage mit relativ schlechten Böden. Intensive Landwirtschaft ist da nicht möglich. Aber für extensive Nutzung durch Mutterkuh-Haltung sind die Wiesen rund um den Kellerwaldort gut geeignet, erläutert Harald Krausmüller.

Das bestätigt auch Ortslandwirt Wilhelm Rohleder. Er hat 1992 mit der Herdbuchzüchtung in Löhlbach begonnen. Andere folgten seinem Beispiel in den 1990er-Jahren. Milchseen, Butterberge und sinkende Fleischpreise zwangen sie dazu, sich umzuorientieren.

Gerade in Löhlbach nutzten zahlreiche Landwirte Extensivierungsprogramme von Bund und Land und stellten auf Mutterkuh-Haltung um, erläutert Rohleder. Bei dieser Haltung werden die Kühe nicht gemolken, sie säugen ihre Kälber.

Hier sehen Sie ein Video, in dem Highland Cattle gemolken wird.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare