Tag der Logopädie: Sprachfehler bei Kindern rechtzeitig erkennen

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Kann Probleme von Kindern gut nachvollziehen: Sprachheilbeauftragte Christa Herr.

Frankenberger Land. Heute ist europaweiter Tag der Logopädie. Er findet jedes Jahr am 6. März statt. Was im Frankenberger Land getan wird, um sprachliche Probleme bei Kindern frühzeitig zu erkennen, erklärt Christa Herr, eine von drei Sprachheilbeauftragten im Landkreis, im HNA-Gespräch.

Christa Herr ist eine Verwandlungskünstlerin: Mühelos verknotet sie ihre Zunge, schiebt sie beim Sprechen durch die Zähne, ersetzt ein „sch“ durch einen „s“-Laut. Sie imitiert Sprachstörungen, die bei Kindern auftauchen können. In Wirklichkeit kann Christa Herr klar und deutlich sprechen. Als Sprachheilbeauftragte des Altkreises Frankenberg soll sie Kindern und Erwachsenen schließlich genau das beibringen.

„Sprachentwicklung ist das zentrale Element unserer Kommunikation, deshalb ist präventive Arbeit so wichtig“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises, Jens Deutschendorf. Deshalb ist auch der Landkreis am Kindersprach-Screening (KiSS) beteiligt – eine Untersuchung, bei der der Entwicklungsstand der Sprache von vier bis viereinhalbjährigen Kindern in hessischen Kindergärten geprüft wird.

„Das ist ein standardisiertes Testverfahren“, erklärt Christa Herr. „Kinder sehen ein Bild und müssen Fragen beantworten.“ So werden der Wortschatz, der Lautbestand und die Grammatik der Kinder abgefragt. Erzieher werden dazu einmalig sechs Stunden von Christa Herr geschult.

Die Schulung findet nach Bedarf statt und ist freiwillig. Genauso wie die Teilnahme der Kinder am Test, sie dürfen nur mit Einverständnis der Eltern geprüft werden. Danach leitet Herr die Bogen zum Gesundheitsamt weiter, wo sie ausgewertet werden. Dann wird das Testergebnis den Eltern mitgeteilt, manchmal mit der Empfehlung, zum Kinderarzt zu gehen.

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Quelle: HNA

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