Holleri du dödl di

Loriots unsterbliche Gags auf der Bühne der Ederberglandhalle

Michael Fernbach und Alexandra Bentz: Das Duo auf der Bühne der Ederberglandhalle parodierte den unvergessenen Loriot in allen Facetten. Foto:  Battefeld

Frankenberg. Mehr als 200 Besucher kamen am Sonntagabend in die Ederberglandhalle, wo Michael Fernbach und sein Ensemble auf Einladung des Frankenberger Kulturrings "Loriots dramatische Werke" präsentierten.

„Holleri du dödl di, diri diri dudl dö“: Die Besucher, die am Sonntagabend in die Frankenberger Ederberglandhalle gekommen waren, fanden sich unversehens in einem Jodelkurs für Fortgeschrittene wieder – und waren damit sofort mitten drin in „Loriots dramatischen Werken“.

Rund zwei Stunden lang unterhielten die Akteure das Publikum mit den Kult gewordenen Sketschen des unvergessene Victor von Bülow, in denen vor allem Absurdidäten des Alltags unter die Lupe genommen werden. Wer kennt beispielsweise nicht das Ehepaar Hoppenstedt, den Lottogewinner Erwin Lindemann oder „Dr. Klöbener und Herrn Müller-Lüdenscheid“ in der Badewanne?

Die tragisch-komischen Momenten des Lebens und die großen und kleinen Schwächen der jeweiligen Protagonisten wurden von den Schauspielern Alexandra Bentz, Michael Fernbach, Daniel Során und Thomas Hunziker bestens in Szene gesetzt.

Begeisterten Applaus gab es vor allem für die Blömanns bei der Eheberatung, bei der Herr Blömann zu bedenken gab: „Für mich ist küssen zeitlich etwas ungünstig“, während seine nervöse Gattin betonte, sie habe ja ihren Haushalt.

Von Männern und Frauen

Um „Verständigungsprobleme“ zwischen Mann und Frau ging es auch bei der Klärung der Kleiderfrage, dem Dialog über das Frühstücksei oder in der Szene, in der der Ehemann einfach nur entspannen möchte und seine Ehefrau ihn mit ständigen Beschäftigungsvorschlägen zum Wahnsinn treibt. Spätestens da bewahrheitete sich wieder der berühmte Satz von Loriot: „Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen.“

Dass es auch zwischen zwei Männern zu Problemen kommen kann – besonders dann, wenn sie sich ungewollt zusammen in einer Badewanne sitzend wiederfinden – hatten vorher bereits „Dr. Klöbener und Herr Müller-Lüdenscheid“ bewiesen, die darüber gestritten hatten, ob sie eine kleine gelbe Gummi Ente zu Wasser lassen oder nicht.

Nicht fehlen durfte die Nummer mit dem Lottogewinner Erwin Lindemann, der bekanntlich am Ende völlig verwirrt „mit dem Papst eine Herrenboutique in Wuppertal“ eröffnen will.

Von Susanne Battefeld

Quelle: HNA

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