Burgwald

Ein „loses Bündnis“ für Gemünden

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- Gemünden (gl). Keine Koalition und auch keine echte Zählgemeinschaft, aber doch eine Zusammenarbeit, insbesondere in Haushaltsfragen: So planen Sozialdemokraten und die Bürgerliste in Gemünden künftig Politik zu machen.

Bereits von 2001 bis 2006 haben in Gemünden die SPD und die Bürgerliste zusammengearbeitet, gemeinsam mit der FWG. In den nächsten fünf Jahren soll es ähnlich sein: Die Sozialdemokraten um Friedegunde Wagner und Heinz-Jürgen Hammer sowie die BL um Hans-Hermann Faust und Markus Bornmann haben ein „loses Bündnis“ vereinbar.

„Die Mitglieder haben gesagt, die Schnittstellen mit der BL sind größer als mit der CDU“, erklärt Friedegunde Wagner den Schritt aus Sicht der SPD. Gesprochen haben die Sozialdemokraten mit beiden. Die Gesprächsrunden seien sehr kons­truktiv gewesen, es habe auch Übereinstimmungen mit Positionen der CDU gegeben, sagt Wagner. Letztendlich aber sei die thematische Nähe zur BL größer gewesen, insbesondere im Bereich „soziale Stadt“, die ihrer Fraktion sehr am Herzen liege.

Hans-Hermann Faust, Spitzenkandidat und künftiger Fraktionsvorsitzender der BL, sagt, die SPD sei bereits vor den offen geführten Verhandlungen der favorisierte Partner gewesen. Auch er legt Wert darauf, dass die Zusammenarbeit eine themenbezogene, „offene Kooperation“ ist. Keinesfalls wolle die Bürgerliste Politik gegen die Mehrheitsfraktion, also die CDU, betreiben. „Wir wollen Politik für Gemünden machen“, sagt er und wirbt für kons­truktive Anträge und Ideen aus allen Fraktionen. Insbesondere will er Streit um Haushaltsthemen vermeiden – die finanzielle Lage der Stadt ist mehr als angespannt.

Auch die CDU kündigt an, künftig sachorientiert Politik betreiben zu wollen, „wie auch in den vergangenen fünf Jahren“, sagt Armin Körbs, Vorsitzender des Ortsverbands. Die Christdemokraten hätten insbesondere mit der SPD gut zusammengearbeitet, dies wollen sie fortsetzen: „Es war friedlich in der Stadtverordnetenversammlung und das war auch gut so“, beschreibt er das Klima im Gemündener Bürgerhaus der vergangenen Jahre.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 14. April

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