Festakt zum 325-jährigen Bestehen der ehemaligen "Hugenotten-Colonie"

Louisendorfer feiern ihr Jubiläum

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Die Übersetzer Suzanne Clark und Andreas Kringe, der frühere Bürgermeister von Wirksworth Mike Ratcliffe, Frankenaus Bürgermeister Björn Brede, Ortsvorsteher Willi Braun, Landrat Reinhard Kubat, der Bürgermeister von Die Georges Berginiat und Frankenaus Altbürgermeister Jürgen Hennrich (von links). Foto: Andrea Pauly

Frankenau-Louisendorf - Es war ein wahrhaft internationaler Abend: Mit einem dreisprachigen Festakt haben die Louisendorfer und ihre Freunde am Freitag ihr Jubiläum gefeiert. Die Bedeutung des Glaubens, der Traditionen und der Kultur sowie die Freundschaften zwischen den Partnerstädten Frankenau, Die und Wirksworth standen dabei im Vordergrund.

Ortsvorsteher Willi Braun hieß die Gäste im geschmückten Festzelt am Dorfgemeinschaftshaus willkommen, darunter der ehemalige Pfarrer Paul Castelneau, der sich besonders beim Gottesdienst am Donnerstagabend eingebracht hatte, aber auch die früheren Frankenauer Bürgermeister Jürgen Hennrich und Hans-Herwig Peter. Gekommen waren zudem viele ehemalige Louisendorfer sowie Gäste aus anderen Hugenottenorten.

Willi Braun betonte, in Louisendorf gebe es noch immer das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft. „Ohne dieses Wir-Gefühl hätten wir dieses Fest nicht zustande gebracht“, betonte Braun mit Blick auf den großen Festausschuss und die freiwilligen Helfer.

Landrat Reinhard Kubat, ehemaliger Frankenauer Bürgermeister, freute sich über die vielen bekannten Gesichter aus Die und Wirksworth. Frankenaus Bürgermeister Björn Brede zeigte sich beeindruckt davon, „was Louisendorf erlebt hat, heute erlebt und auf die Beine stellt“. Dort werde Bewahrtes bewahrt und Tradition erhalten. Brede überreichte jeweils ein aktuelles Luftbild von Louisendorf an Willi Braun, den Bürgermeister von Die Georges Berginiat und den früheren Bürgermeister von Wirksworth, Mike Ratcliffe.

Weitere Grußworte sprachen die Vorsitzende der Partnerschaftsvereinigung in Die, Annette Martin sowie ihre englische "Kollegin" Suzanne Clark.

Alle Grußworte, Rückblicke und Gratulationen wurden von Andreas Kringe und Suzanne Clark übersetzt, so dass alle Gäste in ihrer jeweiligen Sprache dem Verlauf des Abends folgen konnten.

Die beiden Vorsitzenden der Frankenauer Partnerschaftsvereinigung, Corinne Bastet und Nadine Berg, hielten ihre Vorträge selbst in allen drei Sprachen. Corinne Bastet betonte, dass es immer gut sei, wenn sich mehrere Generationen aus drei Ländern begegnen. Nadine Berg erinnerte an das große Fest vor 25 Jahren, das sie als Achtjährige erlebt hatte. Sie fragte, ob eine Partnerschaft in Zeiten des Internets, in denen der Kontakt zur Welt so einfach herzustellen ist, noch aktuell sei - und beantwortete diese Frage selbst mit „Ja“.

Im Anschluss an die Grußworte stellten Heinz Berg und Karl-Heinz Bastet die Festschrift vor, die sie rechtzeitig zum Jubiläum gemeinsam erstellt haben.

Vor dem offiziellen Festakt hatte Dr. Renate Buchenauer auf die Geschichte der Hugenotten und ihren Weg nach Louisendorf zurückgeschaut. Am Samstagabend geht das Fest mit dem Konzert von "Donau Power" weiter, am Sonntag folgt mit dem Stehenden Festzug von 11 bis 17 Uhr der Höhepunkt im Festprogramm. (apa)

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Montagausgabe der Frankenberger Zeitung.

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