Lyriker Johannes Kühn liest in der Bärenmühle

+
Johannes Kühn: Er liest am 1. April im Landhaus Bärenmühle bei Frankenau.

Frankenberger Land. Von seinem Winkel aus erschließt er sich die Welt. Der Dichter Johannes Kühn gehört zu jenen Künstlern, die den anarchischen Ansturm ihrer Einfälle dadurch bändigen, dass sie ihm feste, unerschütterliche Gewohnheiten entgegensetzen.

Am Dienstag, 1. April, liest er beim Literaturfestival "Literarischer Frühling" ab 16 Uhr im Landhaus Bärenmühle bei Frankenau.

Tag für Tag, außer sonntags, betritt der Künstler am Vormittag in seinem saarländischen Heimatort das Dorfgasthaus und nimmt am immer gleichen Tisch im langen Eck der Stube Platz. Er bestellt Kaffee und Mineralwasser, zieht Papier aus seiner Mappe und bewegt darauf mit leichter Hand den Kugelschreiber.

Tag für Tag entstehen so im moderaten Kneipenlärm drei Gedichte, die zum Bestverkauften und Exotischsten gehören, was die deutsche Lyrik derzeit zu bieten hat.

Exotisch sind die Poeme des 80-Jährigen nicht im landläufigen Sinne. Des Dichters Kosmos ist keine Südseeinsel, sondern das Dorf das saarländische, deutsche, universale Dorf, das so selten in der aktuellen Literatur ein Thema ist. Es ist für ihn die Bühne des Lebens, der Mikrokosmos, in dem die Sehnsüchte und Zwänge der Menschen sich spiegeln.

"Das Dorf steht als Grunderlebnis, und über das Grunderlebnis schreibe ich", sagt Kühn. Als Vorlage dient ihm Hasborn-Dautweiler, sein Heimatdorf, in dem der älteste Sohn einer neunköpfigen Bergmannsfamilie aufwuchs und bis heute lebt.

Mehr über den Werdegang von Johannes Kühn lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare