Willersdorf

Mächtig klingende Bässe und Fanfaren

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- Frankenberg-Willersdorf (tha). Herrliche Bläserklänge erfüllten am Sonntag die Willersdorfer Kirche: Rund 130 Bläser aus dem Frankenberger Kirchenkreis feierten mit einem festlichen Gottesdienst das Kreisposaunenfest. Die musikalische Leitung hatte zum letzten Mal Kreisposaunenwart Bernd Trusheim, der sein Amt zum Jahresende abgibt. Gastgeber war der Willersdorfer Posaunenchor.

Der besondere Charakter des Festgottesdienstes wurde bereits beim „Feierlichen Einzug“ von Felix Guilmant deutlich. Mit mächtig klingenden Bässen und den Fanfaren der Trompeten erzeugten die Bläser einen beeindruckenden Gesamtklang. Der vereinigte Bläserchor begeisterte die Gottesdienstbesucher mit anspruchsvollen Vortragsstücken. Sie präsentierten zum Beispiel eine besondere Version der „Irischen Segenswünsche“. In dem Stück erklang auch die stimmungsvolle Melodie von Pachelbels „Kanon“. Beim Musikstück „Vater unser“ von Friedrich Silcher stellten die tiefen Instrumente ihren Wohlklang allein unter Beweis. Bei Chorälen wie „Du meine Seele singe“ stimmten die rund 170 Gottesdienstbesucher stimmgewaltig mit ein. Michael Hahn begleitete die Bläser im Vorspiel zu dem bekannten Choral an den Pauken und verlieh dem Stück damit einen festlichen Charakter. Mit dem modernen Kirchenlied „Anker der Zeit“ spielten die Bläser auch den Titel, den sich die Ausrichter vom Willersdorfer Posaunenchor als Motto für das diesjährige Kreisposaunenfest ausgesucht hatten. Den Gottesdienst zum Kreisposaunenfest gestalteten Dekanin Petra Hegmann und Pfarrer Reinhold Schott. Die Dekanin betonte in ihrer Predigt, dass die Posaunenchöre in der Kirchenmusik nicht wegzudenken seien. „Manchmal ist Musik ein Stück von Gottes Reich“, erklärte sie. Pfarrer Reinhold Schott bedankte sich bei den Bläsern für die musikalische Umrahmung zahlreicher Gottesdienste: „Ihr seid ein ganz großer Schatz für die Gemeinde und den Kirchenkreis“. Kreisposaunenwart Bernd Trusheim lobte die Mitglieder des Willersdorfer Posaunenchores für den Mut und die Bereitschaft, das Kreisposaunenfest auszurichten. Der Posaunenchor gehört zu den kleineren Chören im Kirchenkreis und entsprechend aufwändig waren die Vorbereitungen für die Mitglieder. „Das war etwas ganz besonderes, was ihr hier geleistet habt“, sagte Trusheim. Mit dem Kreisposaunenfest am Sonntag endete für die Bläser vom Frankenberger Kirchenkreis eine Ära: Bernd Trusheim hatte zum letzten Mal die musikalische Leitung. Nach 20 Jahren als Kreisposaunenwart gibt er zum Jahresende das Amt ab. Wie sehr Trusheim die Blasmusik im Kirchenkreis in den vergangenen Jahren geprägt hat, verdeutlichte die herzliche Verabschiedung durch die Musiker. Renate Henkel, Dieter Schürg und Horst Engel vom Kreisvorstand dankten Trusheim stellvertretend für das Engagement und überreichten eine Gartenbank zum Ausruhen sowie ein Fotoalbum mit Bildern der einzelnen Posaunenchöre. Wer im nächsten Jahr die Nachfolge Trusheims antritt, ist derzeit noch unklar. Die Vertreter aus den einzelnen Chören des Kirchenkreises stimmen darüber in einer Sitzung im November ab. Auch in Hinblick auf das nächste Kreisposaunenfest gibt es Probleme: Bislang hat sich noch kein Chor bereit erklärt, das Bläserfest im nächsten Jahr auszurichten.

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