Ausstellung im Kump

Malereien einer großen deutschen Schauspielerin

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Hallenberg - Die bekannte Schauspielerin Suzanne von Borsody gewährt in Hallenberg in ihrer ersten Einzelausstellung einen Einblick in ihre Malerei.

So voll war der Hallenberger Kump wohl selten: Mehr als 150 Besucher drängten sich in den Saal, um eine ganz besondere Künstlerin zu erleben. Suzanne von Borsody gehört zu den beliebtesten Schauspielerinnen Deutschlands. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Jens Schniedenhahn war sie nach Hallenberg gekommen, um ihre erste eigene Kunstausstellung zu eröffnen.

Bürgermeister Michael Kronauge stellte die Schauspielerin vor, die auf großen Theaterbühnen gestanden und mit ebenso großen Regisseuren gearbeitet hat. Auch wenn von Borsody vor allem durch ihre Filme bekannt ist, war es ihr Berufsziel, Malerin zu werden. Doch während ihres Kunststudiums erhielt sie ein Angebot für einen Fernsehfilm, direkt darauf folgte die Fernsehserie „Beate S.“, die ein Riesenerfolg wurde und ihr die ersten Auszeichnungen bescherte. Auch für ihre Arbeit als Synchronsprecherin wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Sie hat Kinderbücher illustriert, bespricht Hörbücher und hat selbst Regie geführt. Außerdem ist sie Unicef-Botschafterin und engagiert sich für den Verein „Hand in Hand for Children“.

Was aber viele nicht wissen: Seit ihrer Kindheit malt Suzanne von Borsody - die Ergebnisse hat sie bislang nur Bekannten gezeigt. „Ich muss mich schon als Schauspielerin der öffentlichen Kritik stellen, da wollte ich nicht noch meine Malereien kritischen Geistern ausliefern“, sagte sie während der Vernissage.

Nachdem sie im vergangenen Jahr gemeinsam mit einem befreundeten Bildhauer und einem Maler erstmals einige ihrer Bilder in Leipzig gezeigt hatte, läuft im Kump jetzt ihre erste Einzelausstellung. Bürgermeister Kronauge freute sich, dass die Wahl auf das kleine Städtchen fiel: „Es ist für uns eine große Freude und Ehre, dass diese Ausstellung nicht in München stattfindet, wo Frau von Borsody lebt, nicht in Berlin, wo sie gerade auf der Theaterbühne steht, und auch nicht in Köln oder Hamburg, wo sie oft vor der Fernsehkamera steht. Nein, ihre erste Einzelausstellung findet im Kump in Hallenberg statt“. Die Tenbuß-Zwillinge aus München, die Promi-Fotos im Kump ausgestellt hatten, hatten den Kontakt hergestellt.

Der Journalist Andreas Thiemann stellte das Werk der Künstlerin vor. Fast wie Fotos wirken die Bilder. Sie seien eine Liebeserklärung an die Natur. Trotz des kürzlichen Todes ihrer Mutter Rosemarie Fendel hatte es sich Suzanne von Borsody nicht nehmen lassen, ihre erste Ausstellung persönlich zu eröffnen: „Meine Mutter hätte es so gewollt“, sagte sie.

Die Besucher lernten eine sympathische Schauspielerin kennen, die sich viel Zeit nahm. Die Ausstellung „Wandlungen“ ist bis zum 26. April im Kump zu sehen. Sie ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie sonntags von bis 14 bis 16 Uhr zu sehen - nicht jedoch am 7. und 8. April.(r)

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