Mann bohrte Gasleitung an -SEK im Einsatz

Schwer bewaffnet: Angehörige eines Spezialeinsatzkommandos umstellten das Gebäude in Oberweimar. Ein Mann hatte die Gasleitungen seines vor zwei Tagen zwangsversteigerten Hauses angebohrt. Foto: www.112-magazin.de

Oberweimar. Was am Freitag zunächst als Störung in der Gasleitung in Oberweimar bei Marburg gemeldet wurde, weitete sich dort zu einem Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei aus.

Ein Mann, dessen Wohnhaus am Mittwoch zwangsversteigert wurde, hatte am Freitag im Keller seines ehemaligen Hauses die eigene Gasleitung angebohrt. Die Feuerwehr konnte eine Kellertür öffnen, zog sich aber dann zurück, da der Mann offensichtlich über eine Waffe verfügt.

Ein Feuerwehrmann, der mit als erster am Einsatzort war, berichtet: „Wir wollten die Tür zunächst aufbohren, doch aufgrund des Gases hatten wir Angst, dass eventuelle Funken das Gas entzünden könnten.“

Da nicht klar war, ob er sich eventuell im Haus verschanzt hatte, wurden zunächst die Nachbarhäuser evakuiert, dann rückte das SEK aus Frankfurt an. Die Polizei riegelte die Ortsdurchfahrt von Oberweimar bis gegen 18.45 Uhr voll ab.

Wie sich nach mehr als vier Stunden Einsatzdauer herausstellte, befand sich der Mann nicht mehr in seinem ehemaligen Wohnhaus - er wurde zwischenzeitlich im süddeutschen Raum festgenommen.

Der 64-Jährige wurde am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg beim Amtsgericht in Marburg vorgeführt.

Wegen Fluchtgefahr in Verbindung mit der versuchten Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion wurde von dort Haftbefehl erlassen und der Tatverdächtige in die Justivzvollzugsanstalt Gießen eingeliefert. Zur Sache verweigert der Tatverdächtige jegliche Angaben. (nh/jun)

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Quelle: HNA

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