Marder beißen derzeit besonders häufig zu

Waldeck-Frankenberg. Derzeit entstehen besonders häufig Schäden an Fahrzeugen durch Marderbisse. Der Grund dafür: Die Steinmarder sind gerade in der Paarungszeit und deshalb vermehrt aktiv, sagt der stellvertretende Leiter des Forstamts in Frankenberg, Jochen Arnold.

Vor allem das Fraßangebot ziehe die Tiere in die Dörfer und Städte.

Auch der Obermeister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Waldeck-Frankenberg, Frank Maurer (Frankenberg), bestätigte auf Anfrage der HNA, dass derzeit sehr viele Autos mit Marderschäden repariert werden müssen. Allerdings seien Marderbisse das ganze Jahr ein Thema. "Wirklich mardersicher kann man sein Auto nicht machen", sagt Maurer. Die sicherste Methode sei, das Auto in die Garage zu stellen.

Als effektives Abschreckmittel empfiehlt Maurer den Einsatz von Elektroschocks. In den Motorraum könnten vier bis sechs Boxen eingebaut werden, die einen Stromstoß abgeben, wenn ein Marder sie berührt. Das häufig eingesetzte Ultraschallgerät hilft laut Maurer nur bedingt weiter. Der Marder gewöhne sich schnell an dieses Abschreckmittel. Ähnlich verhalte es sich mit Drahtgittern, die unter das Fahrzeug gelegt werden.

Der Obermeister hat schon viele kuriose Mittel gesehen, die Marder abhalten sollen. "Leute legen sich Klosteine, Hundehaare und sogar Knochen in den Motorraum. Das ist witzig, hilft aber nicht", sagt Maurer.

Hat der Marder zugebissen und am Auto ist ein Schaden entstanden, wird dieser über die Kfz-Teilkaskoversicherung abgedeckt, sagt Iris Mitsch von der LVM-Versicherung in Frankenberg. Folgeschäden sind bei vielen Versicherungen allerdings nicht in der Teilkaskoversicherung drin, sie müssen über eine Vollkaskoversicherung abgedeckt werden.

Von Nina Thöne

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Quelle: HNA

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