Wissenschaftler laden am 17. August zu Kolloquium über das gotische Bauwerk ein

Marienkapelle steht im Fokus

Frankenberg - Mit Vorträgen und Bildpräsentationen im Dreiviertelstundentakt zum Thema "Die Marienkapelle in Frankenberg. Ein Wallfahrtsort im Wandel der Zeiten" werden sich bei einem öffentlichen Kolloquium am Samstag, 17. August, einen Tag lang namhafte Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen aus der Bundesrepublik äußern.

Das Treffen findet statt im Sitzungssaal des historischen Frankenberger Rathauses, wo der Öffentlichkeit neue Forschungen zu der um 1380 an der Liebfrauenkirche angebauten gotischen Kapelle vorgestellt werden. Auf Initiative des Instituts für Kunst und Materielle Kultur der Technischen Universität Dortmund (PD Dr. Esther Meier) und des Kunstvereins Frankenberg (Dr. Birgit Kümmel) sowie in Zusammenarbeit mit der Stadt, der evangelischen Kirchengemeinde Frankenberg und dem Frankenberger Zweigverein für Hessische Geschichte und Landeskunde werden sich bei dem Kolloquium Kunsthistoriker, Historiker und Theologen mit der Marienkapelle befassen.

Diese war im späten Mittelalter der bedeutendste Sakralraum Frankenbergs. „Dazu sind alle Interessierten, besonders auch die Mitglieder des Frankenberger Geschichtsvereins, herzlich eingeladen“, sagt Dr. Birgit Kümmel, Vorsitzende des Kunstvereins.

Die Veranstaltung am 17. August in Frankenberg ist Teil der jüngst ins Leben gerufenen Kolloquiumsreihe „ars ecclesia: Kunst vor Ort“, die sich sakralen Kunstwerken widmet, die nicht in Museen ausgestellt sind. Ziel ist es, neue Forschung zu initiieren und vor Ort einer breiten Interessentengruppe zur Diskussion zu stellen.

In Frankenberg ist nach der Eröffnung um 9.15 Uhr durch Bürgermeister Rüdiger Heß ab 9.30 Uhr ein Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Ritzerfeld (Marburg) über die „Marienkapelle im Stadtgefüge“ vorgesehen. Ab 10.15 Uhr spricht Pfarrer i. R. Heiner Wittekindt (Frankenberg) über „Das Figuren-programm der Marienkapelle“.

Nach einer Kaffeepause um 11 Uhr schließt sich ab 11.15 Uhr ein Vortrag von Dr. des. Xenia Stolzenburg (Marburg) „Zur Funktion des sogenannten Wandretabels der Marienkapelle“ an, gefolgt von Pfarrerin Ulla Schäufele (Lahntal) zur „Bilderfrage in den Streitschriften von Daniel Angelocrator und Jeremias Vietor“ ab 12 Uhr.

Nach der Mittagspause mit Besichtigung der Marienkapelle spricht ab 14.15 Uhr PD Dr. Esther Meier (TU Dortmund) über „Bildzerstörung als Bildschaffung: Aspekte des Ikonoklasmus“. Mit Ansgar Nierhoffs Werk „Ausgleich nach dem Bildersturm“ und seinem Ortswechsel setzt sich der Kunsthistoriker Dirk Schwarze (Kassel) ab 15 Uhr auseinander. Bezirkskonservator Dr. Bernhard Buchstab berichtet ab 15.45 Uhr über „Kirchen und ihre Ausstattung im Wandel der Zeiten“, bevor gegen 16.30 Uhr Gelegenheit zur Schlussdiskussion gegeben ist. (vk)

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