Marion Weigel pflegt und vermittelt Versuchshunde im Verein Labor-Beagle-Hilfe

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Neues Zuhause für Labor-Beagle: Marion Weigel aus Holzhausen mit drei der fünf Hunde, die sie derzeit betreut: drei eigene (zwei stammen aus Laborversuchen) und zwei Pflege-Beagles.

Holzhausen. „Es ist mehr als ein Hobby, eher schon eine Lebensaufgabe“, beschreibt Marion Weigel ihr außergewöhnliches Ehrenamt. Weigel ist Mitglied des Vereins Labor-Beagle-Hilfe und hilft, Beagle aus Laborversuchen von Pharmaunternehmen ein neues, liebevolles Zuhause zu geben.

Per Zufall ist sie 2010 auf den Verein gestoßen. „Damals haben wir uns den Beagle Buddy von einem Züchter angeschafft“, erzählt die 48-Jährige. Dann seien sie und ihre Tochter auf Spaziergängen öfters darauf angesprochen worden, ob Buddy ein „Labor-Beagle“ sei. „Da wurde ich natürlich neugierig, informierte mich im Internet und fuhr zum Jahrestreffen des Vereins.“

Durch das Treffen entstand der Wunsch, einen zweiten Beagle aus Laborversuchen aufzunehmen. Schon einen Tag nach dem großen Treffen zog Beagle Georgia ein. „Sie wurde bei Parasiten- und Wurmmitteltests eingesetzt“, erzählt Weigel. Zu Anfang sei sie sehr ängstlich und körperlich überhaupt nicht fit gewesen. „Sie hat sich aber gut gemacht“, findet die Mutter einer Tochter.

Seit dem Treffen 2010 ist Weigel Mitglied im Verein Labor-Beagle-Hilfe. Zunächst nur inaktiv, übernahm sie später eine Pflegestelle. „Nur als gesund geltende Hunde“, Weigel macht das Zeichen für Anführungszeichen, „kommen zu solchen Pflegestellen.“ Hunde der „schlimmsten“ Laborversuche zur Krebs- und Aidsforschung kriege der Verein dagegen nie zu Gesicht.

Von Alexander Koch

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Quelle: HNA

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