Ehrung für "unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Region"

Martin Viessmann mit Großem Verdienstkreuz ausgezeichnet

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Verleihung in der Staatskanzlei in Wiesbaden: Ministerpräsident Volker Bouffier (rechts) überreichte Martin Viessmann das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. 

Allendorf. Unternehmer Prof. Dr. Martin Viessmann ist mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden – einer der höchsten Anerkennungen, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.

„In Ihrer Heimat steht Ihr Name für nachhaltiges Engagement für Mensch und Umwelt, für unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Region und für unternehmerische Verantwortung", sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier in seiner Laudatio über den Allendorfer Unternehmer Martin Viessmann, dem er die Auszeichnung am Mittwoch in der Staatskanzlei in Wiesbaden überreichte.

„Ihr Beitrag zum Gemeinwohl ist so vielseitig wie wichtig, so umfassend wie nachhaltig. Mit dieser Auszeichnung spricht Ihnen der Bundespräsident den größten Respekt und den herzlichsten Dank für Ihre Leistungen und Ihren unermüdlichen Einsatz aus – und dieser Würdigung kann ich mich nur anschließen“, sagte Bouffier und betonte „den unschätzbaren Dienst“, den Martin Viessmann für die Allgemeinheit leiste: „Seit 1979 tragen Sie Verantwortung in den Viessmann-Werken und haben sie mit großem Geschick zu einem international führenden Unternehmen gemacht.“ Die Viessmann-Werke haben am Stammsitz in Allendorf/Eder rund 4400 Mitarbeiter, weltweit 12 000.

Auch die Kooperation mit Bildungseinrichtungen sei Martin Viessmann ein wichtiges Anliegen. Ein Schwerpunkt sei die Förderung von Aus- und Weiterbildung an Universitäten, Fachhochschulen und Schulen, beispielsweise in Marburg, Kassel und Darmstadt sowie an der Technischen Hochschule Mittelhessen mit der Außenstelle in Frankenberg. „Sie haben erkannt, dass wir den wissenschaftlichen Nachwuchs und Fachkräfte schon früh begeistern müssen“, sagte Bouffier. 

Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit ist Martin Viessmann seit 1987 ehrenamtlich in der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg engagiert, von 2004 bis 2016 als Präsident. Zu seinem sozialen Engagement gehört auch die Gründung der „Viessmann Allendorf Stiftung“ im Jahr 2010, die vor allem im wissenschaftlichen Bereich Einrichtungen und Projekte fördert. Der 64-Jährige unterstützt das Kreiskrankenhaus Frankenberg und lokale Vereine, die sich für Integration und Inklusion stark machen. 

Er sponsert Sportler, ist Gründungsmitglied des 2012 entstandenen Kulturfestivals „Literarischer Frühling“ und unterstützt den Wiederaufbau und Erhalt historischer Gebäude in Nordhessen. 2015 startete er ein Schulungsprogramm für Flüchtlinge, das durch Sprachunterricht und eine betriebliche Ausbildung zur Integration und zum erfolgreichen Berufsstart beiträgt.

Hintergrund: Bundesverdienstkreuz

Das Bundesverdienstkreuz, das eigentlich Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland heißt, wird seit der Stiftung durch Theodor Heuss 1951 vom Bundespräsidenten für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen vergeben, um auf diese aufmerksam zu machen; zudem für besondere Verdienste für Deutschland. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Sie wurde seit 1951 an etwa 250.000 Menschen verliehen. Als Erstauszeichnung gibt es die Verdienstmedaille oder das Verdienstkreuz am Bande. Es folgen: Verdienstkreuz 1. Klasse; Großes Verdienstkreuz; Großes Verdienstkreuz mit Stern; Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband; Großkreuz und die Sonderstufe des Großkreuzes. 

Quelle: HNA

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