Martina Schäfer aus Frankenau ist nordhessische Skat-Meisterin

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Ein sehr gutes Blatt: Martina Schäfer aus Frankenau spielt unheimlich gerne Skat. Sogar mit Bundesligaspielerinnen saß sie an einem Tisch.

Frankenau. Wenn sie heute an den Einmarsch der Mannschaften denkt, bekommt sie immer noch eine Gänsehaut. Sie war in Stuttgart selbst Teil des nordhessischen Teams.

Und als sich Martina Schäfer aus Frankenau mit ihren Mannschaftskolleginnen in Bewegung setzte, ertönte die deutsche Nationalhymne. Ein Bläserchor der Bundeswehr spielte auf. „Das war ein fantastisches Gefühl“, erzählt die begeisterte Skatspielerin.

Nicht nur bei besonderen Fußballspielen, sondern auch bei Skatturnieren sorgen die Organisatoren für einen feierlichen Rahmen. Martina Schäfer belegte mit ihrem Team bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Stuttgart am Ende Platz vier.

Die 42-Jährige spielt seit ihrem 17. Lebensjahr das komplexe Kartenspiel. Sie ist Mitglied des Skatclubs Kellerwald in Frankenau. „Ich habe Skat in der Familie gelernt“, erinnert sie sich. Während Martina Schäfer das sagt, stutzt sie: „Naja, Skat erlernen ist das eine. Skat beherrschen, etwas ganz anderes. Ich würde nicht unbedingt behaupten, dass ich das Spiel beherrsche, sondern ich lerne immer noch dazu“.

Ihre Erfolge können sich allerdings sehen lassen. Im vergangenen Jahr wurde sie nordhessische Meisterin, ihr bislang bestes Einzelergebnis. „Fünf Serien lang saß ich mit den besten Spielern an einem Tisch, und am Ende hat alles gepasst“, berichtet sie. Auf der Hinfahrt zum Turnierort nach Rennertehausen hatte sie im Scherz zu ihrem Freund Mario Zembellini gesagt: „Ich fahre dorthin, um zu gewinnen.“ Dass es letztlich auch so kam, hatte sie nicht unbedingt auf der Rechnung.

Ihr Freund ist darüber hinaus der Vorsitzende des Skatclubs Kellerwald und ein wichtiger Ratgeber. Sie würde ihn nicht als ihren Coach bezeichnen. „Doch er gibt mir immer sehr wichtige Tipps, schließlich hat er viel mehr Erfahrung als ich“, betont Martina Schäfer. Mario Zembellini fährt mit seiner Freundin auf Turniere und Meisterschaften, er bespricht sich mit ihr in den Serienpausen und spielt selbst natürlich auch Skat.

Von Philipp Daum

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Quelle: HNA

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