Fünf tatverdächtige Männer im Alter zwischen 16 und 25 Jahren ermittelt

Maschinen und 2500 Liter Diesel geklaut

Marburg. Hinweise von Zeugen haben dazu geführt, dass die Polizei fünf mutmaßliche Diesel- und Baumschinendiebe ermittelt hat.

Eine veröffentlichte Presseinformation der Polizei führte zu bislang mindestens fünf tatverdächtigen Männern im Alter zwischen 16 und 25 Jahren und letztlich zur Sicherstellung von etwa 2500 Liter Dieselkraftstoff und mehreren Baumaschinen. Die Männer aus Marburg, Wetter und Münchhausen stehen in dringendem Verdacht, mehrere Einbrüche begangen zu haben. Den Kraftstoff hatten die mutmaßlichen Täter völlig unsachgemäß in großen Kunststofftanks und Kanistern in Scheunen gelagert. Die Ermittlungen dauern noch an.

Anfang Januar hatten Diebe aus den aufgebrochenen Tanks von vier Lastwagen eines Transportunternehmens in Goßfelden mindestens 1500 Liter Dieselkraftstoff gestohlen. Die Presseinformation der Polizei und anschließende Veröffentlichung brachte Schwung in die Ermittlungen. Zeugen erinnerten sich an das Verladen mehrerer augenscheinlicher Benzinkanister und informierten die Polizei. Die Spur führte zu drei polizeibekannten jungen Männern im Alter von 16,19 und 22 Jahren aus Wetter.

In einer Scheune direkt neben dem Wohnhaus eines der Tatverdächtigen stellte die Polizei auf dem Dachboden einen großen Kunststofftank und 13 überwiegend 30 Liter fassende Kanister sicher. Darin befanden sich insgesamt etwa 1400 Liter Diesel. In der Scheune stellte die Polizei zudem Baumaschinen, zwei sogenannte Stampfer und eine Rüttelplatte, sowie fünf Bolzenschneider sicher. Nach ersten Erkenntnissen stammen die Baumaschinen und ein Bolzenschneider aus einem Einbruch in einen Betrieb in Dautphe.

Die weiteren Ermittlungen führten zu zwei weiteren, bislang polizeilich nicht bekannten Tatverdächtigen im Alter von 23 und 25 Jahren. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen in Münchhausen und Marburg stieß die Polizei auf weitere Baumaschinen wie einen Hilti-Trennschleifer, eine Flex des Herstellers Würth einen Bohr- und Meiselhammer, einen Luftdruckschlagbohrer und einen Güde Ratschenkasten. Ziemlich schnell stellte sich laut Polizeisprecher Martin Ahlich heraus, dass die Flex aus einem Diebstahl stammt. Die Polizei geht davon aus, dass auch die anderen Maschinen, zumindest aber die Hilti, aus Diebstählen stammen.

Im Zuge weiterer Ermittlungen erhielt die Polizei Kenntnis über die mögliche Nutzung einer Scheune dieser Tatverdächtigen in einem Ortsteil von Wetter. Dort stellte die Polizei auf einem Heuboden ein weiteres Kunststofffass und mehrere Kanister mit insgesamt 1100 Litern Diesel und weitere Werkzeuge wie z.B. eine Stihl Kettensäge sicher. „Den Spuren nach zu urteilen, zogen die Tatverdächtigen den Sprit mit einem Seilzug auf den Heuboden und füllten ihn dort um“, sagte Ahlich am Montag. Gegenwärtig befasst sich die Polizei mit den Ermittlungen zur Herkunft der sichergestellten Baumaschinen.

Ausreichende Haftgründe lagen gegen keinen der fünf Tatverdächtigen vor. Die jungen Männer müssen sich aber demnächst in einem Strafverfahren vor Gericht verantworten.

Quelle: HNA

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