Ausstellung zur deutschen Teilung

Mauer in der Rathausschirn

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Auf der Mauer: Ulrich Cyran, Carolin Feund und Dietmar Bertram (v.l.) spielen unter der Regie von Kathrin Schwedler Szenen der deutsch-deutschen Teilung nach.

Frankenberg - Den Weg von der Diktatur zur Demokratie und die Überwindung der deutsch-deutschen Grenze zeichnet ein Projekt der Landesregierung nach, das am Wochenende für einen Tag Station an historischer Stätte in Frankenberg macht.

. Aus Erinnerung wird Geschichte: Es ist inzwischen eine ganze Generation geboren worden, die ohne Teilung Deutschlands, ohne Diktatur auf deutschem Boden aufwuchs. Damit der Mauerfall und die Wege, die dorthin führten, nicht in Vergessenheit geraten, hat die hessische Landesregierung eine Wanderausstellung mit Theaterstück ins Leben gerufen, die am Sonntag, 29. März, Station in Frankenberg macht.

„Wir haben uns sehr bemüht, die Ausstellung hierher in unsere Stadt zu bekommen“, freut sich Bürgermeister Rüdiger Heß, dass dies geklappt hat: Frankenberg findet sich in einer Reihe mit Städten wie Wiesbaden, Frankfurt, der Hessentagsstadt Hofgeismar oder Darmstadt. Frankenberg ist der zweite Standort nach der Eröffnung in Wiesbaden.

Theater im Rathaus

Von 10 bis 18 Uhr ist die Ausstellung in der Rathausschirn zu sehen. Die Frankenberger sehen Nachbildungen der Mauer - jeweils von der östlichen wie der westlichen Seite, und erhalten Erläuterungen zur Zeit der Teilung: Einige Mauerstücke werfen Schlaglichter auf historische Momente, andere auf Politiker, die sich für die Wiedervereinigung eingesetzt haben. Im Rathaussitzungssaal im Obergeschoss wird die Ausstellung um 12.30 Uhr und um 13.30 Uhr durch das Theaterstück „Auf der Mauer“ von Kathrin Schwedler ergänzt. Sie lässt die Schauspieler eine Dokumentar-Revue zur deutschen Teilung spielen. Das Stück zeichnet vor allem die zwischenmenschlichen Hintergründe von 40 Jahren Teilung nach. Der Fokus liegt auf den konkreten Auswirkungen politischer Entscheidungen auf Familien und Freundschaften im Grenzgebiet und darüber hinaus.

Besuch aus Sachsen

„Wir freuen uns, dass auch unsere Freunde aus Frankenberg in Sachsen kommen“, sagt Bürgermeister Rüdiger Heß: Er selbst sowie sein Amtskollege Thomas Firmenich gestalten um 11 Uhr die offizielle Eröffnung der Ausstellung. Firmenich bringt neben der Partnerschaftsvereinigung auch das „Sächsische Blechbläser Consort“ mit, das einerseits die Eröffnung musikalisch umrahmt und andererseits um 12.30 Uhr in der Schirn ein Konzert gibt. Und auch die heimischen Bläser wirken an dem Gedenktag mit: Von 14 Uhr bis etwa 15.30 Uhr gibt die Frankenberger Stadtkapelle ein Platzkonzert.

Der Eintritt zu allen Teilen der Veranstaltung am Sonntag, 29. März, ist frei. Für das Catering sorgt ein heimisches Unternehmen.

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