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Max Viessmann beim Klimaschutztag in Allendorf: „Die Zeitenwende schaffen“

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Von: Thomas Hoffmeister

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Fahnen vor der Viessmann-Unternehmenszentrale in Allendorf/Eder.
Der Stammsitz des Unternehmens Viessmann in Allendorf-Eder. © Gudrun Skupio

Zum Klimaschutztag haben sich Vertreter von Firmen aus ganz Deutschland beim Allendorfer Heiz- und Klimatechnik-Unternehmen Viessmann versammelt.

Allendorf/Eder - Der Verein „Klimaschutz-Unternehmen“ hatte sich vor 13 Jahren aus Firmen gegründet, die besonderen Wert auf sinnvolle Nutzung und Einsparung von Energie im Sinne des Klimaschutzes legen. Zum ersten Mal richtete Viessmann einen Klimaschutztag aus.

Dazu begrüßte Jörg Schmidt als Vorsitzender des Vereins am Mittwoch rund 180 Firmenvertreter aus der gesamten Bundesrepublik. Schmidt ist auch Unternehmenssprecher bei Viessmann. Green Deal – ein Programm der Europäischen Kommission für mehr Klima- und Umweltschutz – sowie Grünstrom und Dekarbonisierungsstrategien für Unternehmen, also den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger wie Öl oder Gas, sprach Jörg Schmidt als Themen an.

Max Viessmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Firma Viessmann.
Max Viessmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Firma Viessmann. © Thomas Hoffmeister

Wer eine Energiewende anstrebe, der sollte beim Gebäudebestand ansetzen, sagte Max Viessmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Viessmann-Gruppe, in seinem Grußwort. Ein Großteil des bundesweiten Gebäudebestandes sei nicht ausreichend auf die Zukunft vorbereitet. Gleichwohl gebe es eine große Bereitschaft in der Bevölkerung, an einem Umbau zum Erhalt des Lebensraumes für künftige Generationen mitzuwirken. Die Teilnehmer des Klimaschutztages rief Max Viessmann dazu auf, sich als „Möglichmacher“ eines solchen Umbaus zu verstehen.

Krisen als Herausforderung gesehen

Das Unternehmen Viessmann habe scheinbare Krisen in seiner bisher 105-jährigen Geschichte stets als Herausforderung verstanden, sagte Max Viessmann. So habe man bereits während der ersten Ölkrise (1973) eine Wärmepumpe entwickelt und während der zweiten Ölkrise (Ende der 1970er-Jahre) an der Nutzung von Sonnenenergie gearbeitet.

Als er vor sieben Jahren in das Unternehmen eingestiegen sei, habe man 86 Prozent des Umsatzes im Bereich fossiler Energieerzeuger (Gas und Öl) erzielt. Heute seien es noch 44 Prozent. „Ein solcher Umbau funktioniert nur dann, wenn die Familienmitglieder dahinter stehen“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Jedes Unternehmen müsse heute für den Klimaschutz eintreten. „Gemeinsam können wir die Zeitenwende schaffen“, appellierte Max Viessmann.

Video-Botschaft des Bundeswirtschaftsministers

In einer eingespielten Video-Botschaft brachte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) seine Rückendeckung für den Verein Klimaschutz-Unternehmen zum Ausdruck. Gerade in der Zeit des Ukraine-Krieges gehe es um Energie, „die man nicht verbraucht“, sagte Habeck. Wenn man „mal nicht mit dem Auto zum Joggen“ fahre oder den Heizkörper-Thermostaten etwas herunter drehe, rechne sich das „doppelt und dreifach“.

„Wirtschaft, Wissenschaft und Politik müssen an einem Strang ziehen“, appellierte Ralph Hübschmann, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Waldeck-Frankenberg. „Die Wirtschaft wird ihren Beitrag leisten“, sicherte Hübschmann zu.

Er verwies auf den Verein „Klimaneutrales Waldeck-Frankenberg“, zu dem sich sämtliche Kommunen sowie viele kleine und größere Firmen aus dem Landkreis zusammengeschlossen haben mit dem Ziel, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden.

Von Thomas Hoffmeister

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