Fastfood-Restaurant hat Service auf Bedienung am Tisch umgestellt

Bestellung jetzt digital: McDonald's in Frankenberg für 400.000 Euro umgebaut

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Franchise-Nehmer Ralf Kassens (rechts) mit Servicekraft Christina Burda und Restaurantleiter Ronny Karow.

Frankenberg. Man kann jetzt an einem riesigen Touchscreen bestellen und bekommt das Essen an den Tisch gebracht: Bei McDonald‘s in Frankenberg ist seit Mittwoch einiges anders. 

Das Fastfood-Restaurant in der Ruhrstraße wurde für 400.000 Euro umgebaut und digitalisiert. „Dieses Wochenende noch, dann waren alle Frankenberger hier, um zu gucken, wie es geworden ist“, sagt Ralf Kassens. Der Franchise-Nehmer hat sein McDonald’s-Restaurant in Frankenberg komplett umbauen lassen. Und die Reaktionen derer, die schon da waren, seien positiv gewesen, erzählt Kassens. 

280 000 Euro hat der Unternehmer aus Rodenbach in die Umgestaltung und technische Neuausstattung des Fastfood-Restaurants gesteckt, weitere 120 000 Euro kamen von McDonald’s. Neun Tage lang war das Restaurant für den Umbau geschlossen. Am Mittwoch war Wiedereröffnung. Wir erklären, was alles neu ist:

Die Bestellung

Man kann Essen und Getränke wie bisher am Tresen bestellen. Das ist jetzt aber auch digital möglich: An vier großen Bildschirmen kann man – wie beim Einkauf im Internet – die Produkte auswählen. Den Bildschirm tippt man wie ein Smartphone mit dem Finger an. „Das kann jeder“, sagt Ralf Kassens. Neu ist, dass man zusätzliche Zutaten auswählen kann, zum Beispiel mehr Fleisch im BigMac.

Bestellung am Bildschirm: Nachdem man das Menü zusammengestellt hat, zahlt man entweder mit Karte am Terminal oder bar am Tresen.

Die Bezahlung

Wer an einem der Bildschirme bestellt, kann dort direkt mit Karte bezahlen. Alternativ kann man mit einem Beleg, den der Bildschirm ausdruckt, in bar an der Theke bezahlen.

Ralf Kassens war diese Woche selbst im Restaurant, um sein Team zu unterstützen und Gästen diese neuen Abläufe zu erklären. „In zwei, drei Wochen hat sich das alles eingespielt“, sagt er. „Bis dahin brauchen wir etwas mehr Personal als üblich.“

Die Zubereitung

„Erst mit der Bezahlung fängt die Produktion an“, sagt Kassens. Denn neuerdings werden alle Burger frisch auf Bestellung zubereitet, das Warmhaltefach gibt es nicht mehr. „Das ist die eigentliche Revolution und ein Qualitätssprung“, sagt Kassens.

Der Service

Wer sein Essen bestellt hat – egal ob an Theke oder Terminal – bekommt einen Chip, etwa visitenkartengroß. „Damit setzt man sich entspannt an den Tisch“, sagt Kassens. Denn auch das ist neu: Die Bestellung wird zum Platz gebracht. Auf einem Bestuhlungsplan sehen die Mitarbeiter, wo im Restaurant der jeweilige Gast mit dem Chip sitzt. „Eine totale Erleichterung für den Kunden“, sagt Kassens. Nur das Abräumen der Tabletts soll der Gast noch selbst übernehmen, dafür gibt es die bekannten Geschirrwagen.

Die Kunden Melanie Dickel und Roland Zimmerling werden von Servicekraft Christina Burda am Tisch bedient.

LED und USB

Nicht nur der Gastbereich und die Küche wurden umgebaut. Neben den Bestellterminals sind auch Wände, Böden und Bestuhlung neu, die Beleuchtung wurde auf stromsparende LEDs umgestellt. An den Tischen gibt es Steckdosen und USB-Anschlüsse, um Handys aufzuladen. Kostenloses W-Lan gab es bereits.

Im Autoschalter McDrive hat sich übrigens nichts verändert. Dort bestellt man nach wie vor mündlich aus dem Wagen heraus.

Hintergrund

„Restaurant der Zukunft“ nennt McDonald’s das Konzept, das nach und nach bundesweit in den rund 1500 Restaurants umgesetzt wird – bis März 2019 auch in den Filialen in Winterberg, Bad Berleburg und Brilon, die Kassens betreibt. Im Dezember wird auch das Restaurant in Korbach umgebaut, das aber nicht Kassens gehört. In Frankenberg habe der Umbau besser funktioniert als gedacht, sagt Kassens. Die Mitarbeiter – insgesamt sind es 45 in Frankenberg – wurden in Fritzlar geschult. Dort gab es bereits ein McDonald’s nach dem neuen Konzept. Das McDonald’s in der Ruhrstraße in Frankenberg gibt es seit 1998, seit 2006 mit einem McCafé.

Quelle: HNA

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