Mecklenburg-Vorpommern beliebt bei Wohnmobil-Urlaubern

+
Praktisch: Harry Hagenbach demonstriert in einem seiner vier Wohnmobile, dass Fahrer- und Beifahrersitz im Handumdrehen auch als Sitzgelegenheit für den dahinter angebrachten Tisch genutzt werden können.

Laisa. Wenn andere Urlaub machen, heißt das für Harry Hagenbach Hochsaison. Der 63-Jährige aus Laisa vermietet seit 25 Jahren Wohnmobile.

Beliebtestes Ziel der Camper sei auch in diesem Sommer wieder Mecklenburg-Vorpommern. „Entlang der Ostsee-Küste gibt es viele Stellplätze und insgesamt eine hervorragende Infrastruktur für Wohnmobile“, sagt Hagenbach.

Rügen sei sogar fast schöner als Sylt, verrät der Rentner. Seit 25 Jahren ungebrochenen Zuspruch erleben auch Bayern, die Nordsee, Schwarzwald und Bodensee als Urlaubsziele.

Meist hätten seine Kunden eine Vorstellung davon, wo sie hinfahren wollen, doch Hagenbach fungiere auch als Reisebüro: In seinem Büro sind die Regale an den Wänden voll mit Stellplatzführern und Reisetipps. Dabei können sich die Kunden auch immer auf Tipps von Hagenbach verlassen, der ganz Deutschland und darüber hinaus schon mit dem Wohnmobil bereist hat.

Jedes der vier Wohnmobile von Hagenbach ist mit Kühlschrank, Herd, Toilette, Dusche, Sitz- und Schlafplätzen ausgestattet.

„Die weitesten Touren gehen nach Skandinavien und ins Baltikum“, sagt Hagenbach, der seine vier Wohnmobile im Jahr für circa 40 Touren vermietet. Ab und an werde ein Wohnmobil nur für einen Wochenendausflug zu einem Festival oder aufs Oktoberfest gemietet. Die Kunden sind zwischen Mitte 20 und 70 Jahren alt. Zu 80 Prozent seien die Mieter allerdings Familien oder Paare um die 50 Jahre, Alleinfahrer gebe es selten.

Begonnen hat bei Hagenbach alles 1980 mit einem selbstausgebauten Kastenwagen. Damit unternahm er Fahrten nach Island und Irland. Fünf Jahre später kaufte er sich sein erstes Wohnmobil, danach erwarb Hagenbach eines zur Vermietung.

Seitdem waren schon mehr als 20 der Fahrzeuge in seinem Besitz, zeitgleich hält er drei bis vier. „Die Wohnmobile sind alle mit Kühlschrank, Herd, Toilette, Dusche, Sitz- und Schlafplätzen ausgestattet, unterscheiden sich jedoch in der Aufteilung und den Extras“, sagt Hagenbach. So sei in zweien ein Fernseher dabei, eins habe eine größere Winkelküche, eins ein flaches, französisches Bett, ein anderes sei mit einem Alkoven über dem Fahrersitz für Familien ausgelegt. „Beliebt ist ein Modell, bei dem der Schlafraum mit einer richtigen Tür vom Wohnraum getrennt ist.“

Wie viel die Miete für ein Wohnmobil kostet und was sich seit 1990 bei den Fahrzeugen alles verändert hat, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberg.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare