Sparkasse ändert Öffnungszeiten in Bromskirchen und Rennertehausen

Mehr Beratung, aber seltener geöffnet

+
Neue Öffnungszeiten in der Bromskirchener Sparkassenfiliale: Vorstandsmitglied Reinhold Clemens mit der Auszubildenden Theresa Gierse und Geschäftsstellenleiterin Margit Schmitt.Fotos: Mark Adel

Battenberg - Die Geschäftsstellen der Sparkasse Battenberg in Rennertehausen und Bromskirchen sind ab März an weniger Tagen als bisher geöffnet. Dafür sollen die Filialen weitgehend mit zwei Mitarbeitern besetzt sein, um die Kunden besser beraten zu können.

Mit der Reduzierung der Öffnungszeiten will die Sparkasse Battenberg dem Bedarf der Kunden nach mehr Beratung nachkommen: Künftig sollen die beiden Filialen in Bromskirchen und Rennertehausen seltener geöffnet, dafür aber weitgehend mit zwei Angestellten besetzt werden. Das ermögliche ungestörte Beratungsgespräche, sagte Sparkassen-Vorstandsmitglied Reinhold Clemens, der darin eine „qualitative Aufwertung“ sieht. „Wir wollen unsere Präsenz nicht reduzieren, sondern ausbauen und aufwerten.“

Statt täglich wie bisher ist die Filiale in Bromskirchen künftig montags, mittwochs und donnerstags von 8.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr besetzt. An den beiden anderen Tagen ist die Geschäftsstelle in Rennertehausen geöffnet. Die neuen Zeiten gelten ab 1. März. Zusätzliche Einstellungen sind laut Clemens mit der künftigen Doppelbesetzung in den Filialen nicht verbunden.

Das Vorstandsmitglied betonte, dass das Filialnetz der Sparkasse Battenberg ohnehin sehr dicht sei. Die Beratung vor Ort sei nach wie vor wichtig. Er sieht das Online-Angebot eher als Zusatz: „Unsere Kunden wollen einen persönlichen, vertrauten Ansprechpartner haben.“ Das bestätigt die Bromskirchener Filialleiterin Margit Schmitt: Einige seien sogar von Online-Banken zurück zur heimischen Sparkasse gekehrt. Das bestätigt Reinhold Clemens: „Wir haben Einlagenzuwächse.“

Überdurchschnittlich sei auch die Anzahl der Geldautomaten im Geschäftsgebiet, sagte Clemens. „Normalerweise gilt ein Geldautomat für 20000 Einwohner als wirtschaftlich. Wir haben im Oberen Edertal 16000 Einwohner und Automaten in Battenberg, Allendorf, Hatzfeld, Dodenau und Bromskirchen.“

Die einzige Filiale außerhalb des Landkreises, die Geschäftsstelle in Oberasphe, wird Ende des Monats geschlossen. In einem Brief an die Kunden werden „rückläufige Kundenfrequenz und steigende Anforderungen an Technik und Beratung“ als Gründe genannt.

Die Kunden sollen aber weiter betreut werden, Berater der Sparkasse wollen einmal wöchentlich im Oberaspher Dorfgemeinschaftshaus vor Ort sein. „Wer nicht mobil ist, kann nach vorheriger Mitteilung auch Geld erhalten“, erklärt Reinhold Clemens. Die Konten der Oberaspher Kunden werden in einer der anderen Filialen geführt. Die Filiale in dem Münchhäuser Ortsteil ist ein Überbleibsel aus der Zeit, vor der kommunalen Gebietsreform 1974, als Oberasphe zum Altkreis Frankenberg gehörte.

Nach der Schließung unterhält die Sparkasse neben der Hauptstelle in Battenberg noch Filialen in Allendorf, Hatzfeld, Reddighausen, Dodenau, Rennertehausen und Bromskirchen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare