Battenberg

Mehr Geld für Sanierung der Straßen

- Battenberg (da). Statt 100.000 Euro investiert die Stadt 200.000 Euro in die Sanierung der Straßen. Grund ist der harte Winter, der viele Frostaufbrüche zur Folge hatte.

Schon im vergangenen Jahr hatten die ursprünglich im Haushalt eingestellten 100 000 Euro nicht ausgereicht: Der harte Winter setzte den Straßen zu, viele Asphaltschichten rissen auf. Die Stadt hatte 200 000 Euro in die Reparatur der Schäden investiert.

Für das Jahr 2011 wollte Bürgermeister Heinfried Horsel ursprünglich wieder bei 100 000 Euro planen – vor allem angesichts eines dicken Minus von 2,3 Millionen Euro im städtischen Etat. Angesichts der schon jetzt sichtbaren Schäden habe sich der Magistrat aber entschieden, die Mittel wieder aufzustocken, erläuterte der Verwaltungschef auf FZ-Anfrage. „Es deutet sich an, dass ein großer Unterhaltungsbedarf besteht. Mit 100 000 Euro ist das nicht zu bewerkstelligen.“ Der Haupt- und Finanzausschuss befürwortete die Mehrausgaben einstimmig.

Dass die Ausgaben nötig sind, zeige die Erfahrung. Denn in schlechten Zeiten hat die Stadt die Gelder für Straßenunterhaltung auch schon zusammengestrichen: „Das war kontraproduktiv“, sagte der Rathauschef. „Aus kleineren Spalten sind große Löcher geworden.“ Wenn die Schäden nicht oder nur unzureichend beseitigt würden, erhöhe das letztlich den Unterhaltungsaufwand. Im vergangenen Jahr hatte eine Baufirma die Straßenschäden zu Konditionen aus dem Jahr 2008 beseitigt. Auch in diesem Jahr will die Stadt mit diesem Unternehmen zusammenarbeiten. Das spare der Stadt eine aufwändige Ausschreibung, sagte Horsel. Das Prüfungsamt habe diesem Verfahren zugestimmt.

Die Stadt setze auf „großflächige Schadensbehebungen“, sagte Bauamtsleiter Thomas Kwyk. Das bedeutet, dass an kaputten Stellen rund um das Schlagloch der Asphalt abgefräst und dann eine komplett neue Teerschicht aufgebracht wird. Das halte wieder einige Jahre. Mit so genanntem Kaltmischgut stopfen Bauhofmitarbeiter die Löcher nur provisorisch. „Das ist eine Sofortmaßnahme“, erklärte Thomas Kwyk.

Die Stadt komme damit ihrer Verkehrssicherungspflicht nach – schließlich können Schlaglöcher erhebliche Schäden an Autos verursachen. Zur dauerhaften Reparatur genüge das Kaltmischgut nicht, denn die Löcher seien schnell wieder da. Die Bauamtsmitarbeiter überprüften täglich, wo Handlungsbedarf bestehe.

Mit den Reparaturen wird erst im Frühjahr begonnen, wenn es wärmer ist. Teilweise seien in den vergangenen Jahren bis zu 100 marode Stellen geflickt worden, sagte Thomas Kwyk. Wo genau die Arbeiter die Löcher stopfen, steht aber noch nicht fest. Eine Prioritätenliste wird nach dem Ende des Winters aufgestellt – darin bezieht das städtische Bauamt auch die Vorschläge der Ortsbeiräte ein. Straßen würden aber in der Kernstadt ebenso wie in den Ortsteilen ausgebessert werden, sagte Heinfried Horsel.

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