Beitragserhöhung bei der Ederbergland-Touristik

Mehr Geld für Werbung um Touristen

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Zur touristischen Infrastruktur in der Region zählen besonders schöne Wanderwege – davon profitieren nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische.Archivfoto: Erwin Strieder

Battenberg - Erstmals seit Gründung der Ederbergland-Touristik vor elf Jahren sollen die fünf Mitgliedskommunen höhere Beiträge zahlen.

Die scheidende Geschäftsführerin Silvia Fries erläuterte am Donnerstag dem Haupt- und Finanzausschuss und dem Bauausschuss in Battenberg, warum für die Arbeit mehr Geld benötigt wird. Neben der Bergstadt gehören auch Hatzfeld, Bromskirchen, Allendorf und Frankenberg zur Ederbergland-Touristik.

Der Anteil der Kommunen liegt bei insgesamt 77000 Euro.Er soll um rund 20000 Euro steigen, ein Viertel davon trägt Battenberg. Der Zuschuss der Mitgliedsgemeinden ist die wichtigste Säule bei der Finanzierung der Arbeit. Insgesamt hat die Ederbergland-Touristik laut Fries 94 Mitglieder – überwiegend Anbieter von Ferienwohnungen, Hotels, Gaststätten und Pensionen. Unter anderem werden der Betrieb der Tourist-Info am Frankenberger Untermarkt, Personalkosten und Werbung über die Mitgliedsbeiträge finanziert. Im Gegensatz zu den Beiträgen der Kommunen wurden die Zahlungen der anderen Mitglieder schon zweimal erhöht, sagte Fries. „Angesichts der steigenden Kosten reicht das Budget nicht mehr aus.“ Vor allem für Werbung fehle das Geld.

Sie berichtete von einer kontinuierlichen Steigerung der Gästezahlen – mit einem Einbruch im vergangenen Jahr. Im Jahr 2004 wurden in der Informationsstelle 1972 Besucher gezählt, 2012 waren es 4739, im vergangenen Jahr dann 4030. „Die Tendenz geht aber nach oben“, erklärte die Geschäftsführerin.

2012 wurden 720 Prospektanfragen beantwortet, im Vorjahr 885. „Wir haben 2013 aus finanziellen Gründen kaum Werbemaßnahmen durchgeführt“, sagte Silvia Fries. 85 Prozent der Anfragen kamen per E-Mail. Überwiegend Deutsche stellten Anfragen, gefolgt von Holländern. Doch auch die Seitenbesuche haben abgenommen: „Wir haben die Internetanzeigen eingeschränkt.“ Auch dafür habe das Geld gefehlt.

Der Fokus wird vor allem auf Wanderer gelegt. Neben der eigenen Internetseite betreut die Ederbergland-Touristik auch die Homepage „www.traumhaftes-wandermaerchen.de“. Frauenberg und das Hotel Die Sonne seien Mitglied in der deutschen Märchenstraße: „Davon profitieren alle Kommunen,weil mit den Wanderwegen geworben wird.

Touristen bringen Millionen

Laut Fries liegt der Bruttoumsatz durch den Tourismus bei 700 Millionen Euro im Landkreis. Im Ederbergland gab es im Jahr 2012 rund 73000 Übernachtungen. Diese Zahl ist aber nur geschätzt, denn nur Betriebe mit mehr als neun Betten werden in der offiziellen Statistik aufgeführt. Der Umsatz der großen Betriebe wird auf 6,4 Millionen Euro jährlich beziffert, der von kleineren Pensionen und Gaststätten auf 1,3 Millionen Euro. Die Zahl der Tagesgäste wird auf 255000 Menschen geschätzt, die insgesamt 4,06 Millionen Euro in der Region ausgeben.

Silvia Fries betonte, dass von den Investitionen der Kommunen beispielsweise in Wander- oder Radwege nicht nur Urlauber profitieren: „Das kommt auch den Bürgen im Landkreis zugute.“

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