Allendorf/Hardtberg

Mehr als 200 Interessierte beim ersten Erntetag des Heimatvereins

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- Rund 200 Besucher kamen am Donnerstag zum ersten Feldtag des Allendorfer Heimatvereins auf dem Hardtberg. Sie erlebten die Getreideernte wie anno dazumal.

„Das ham mer als Kenner noch mache mürre“, sagten die Allendorfer und erinnerten sich an die 50er- und 60er-Jahre: Damals wurde das Getreide auf dem Feld noch mit der Sense gemäht, zu Garben zusammengebunden und auf Hicheln zum Trocknen aufgestellt. Erst in der Scheune wurden die Körner mit dem Flegel oder einer Maschine ausgedroschen. Der Allendorfer Landwirt Ortwin Bauch erinnert sich noch an den ersten Mähdrescher auf dem Hof im Jahr 1968. Vorher war noch der alte Mähbinder der Marke Fahr im Einsatz. Bauch hatte ihn für den Erntetag noch einmal aus der Scheune geholt. Weitere historische Geräte kamen aus dem Allendorfer Heimatmuseum. Klaus Wilke und der Hundsdorfer Friedrich Heck vom Verein „Lebendiges Museum Odershausen“ mähten am Donnerstagabend zuerst mit der Sense den Hafer.

Doris Mütze nahm die Ähren mit der Sichel auf und band sie zu Garben. „Wir Jüngeren können von den Älteren noch viel lernen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins, Manuel Seitz. Er war vorab bei der älteren Generation in Sachen Getreideernte „in die Lehre gegangen“.

Die Garben kamen auf einen Holzwagen und sollen im Dorf getrocknet werden. Am Sonntag, 30. August, werden sie beim Allendorfer Backhausfest mit einer alten Dreschmaschine ausgedroschen. – Viele Besucher nutzten den Feldtag am Donnerstag zum Fachsimpeln über die Situation der Landwirtschaft. (sr)

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