Neue Module und Gebühren im Bromskircher Kindergarten durch Kifög · Fest zum 20-jährigen Bestehen

Mehr Plätze und veränderte Kosten

Bereits beim Sommerfest im vergangenen Jahr durften die Kinder in der Bromskircher Kita neue Spielgeräte testen. Der Ausbau des Außengeländes geht 2014 weiter. In Kürze steht auch die Umsetzung des Kinderförderungsgesetzes an.Archivfoto: ied

Bromskirchen - Das Jahr 2014 bringt für Eltern und Kinder im Kindergarten Bromskirchen einige Veränderungen. Durch das Kinderförderungsgesetz kommen neue Module und veränderte Gebühren, aber wohl auch mehr Plätze. Im September gibt es ein Fest zum 20-jährigen Bestehen, der Ausbau der Außenanlage geht weiter.

Zum Stichtag am ersten März soll in der Bromskircher Kindertagesstätte das Kinderförderungsgesetz (Kifög) umgesetzt werden. „Wir sind zeitlich auf einem sehr guten Weg“, sagte Leiterin Sandra Kinold am Mittwochabend bei der Jahreshauptversammlung des „Fördervereins Kindergarten Bromskirchen“. Dieser ist Träger der Einrichtung.

Mehr Plätze für Kinder

Das Kifög wird sich auf die Angebote und Gebühren auswirken, gestern Abend wurden die Veränderungen in der Elternversammlung vorgestellt. Konkret müssen sich die Erziehungsberechtigten zwischen einer 25-, 35- oder 45-stündigen Betreuung pro Woche für ihre Kinder entscheiden. Teilweise werden die Gebühren für die Module im Vergleich zu den vorherigen steigen, teilweise liegen sie aber auch niedriger. „Es wird für alle Beteiligten schwieriger. Für die Eltern bedeutet das mehr Eigenverantwortung, für uns mehr Arbeit“, sagte Bürgermeister Karl-Friedrich Frese, der Vorsitzender des Fördervereins ist.

Die Förderung des Landes Hessen richtet sich nun nicht mehr nach der Größe des Kindergartens oder der Anzahl der Gruppen, sondern nach dem Umfang der Betreuung jedes einzelnen Kindes - daher die neuen Module. Im Vorfeld wurde eine Gebühren- und Personalbedarfsrechnung erstellt. Daraus ergeben sich die Kosten für die Eltern. Nach einer ersten Einschätzung von Frese und Kinold wird im Bromskircher Kindergarten dann auch mehr Personal benötigt.

Dass die Eltern sich kurzfristig bis zum 1. März entscheiden müssen, hänge vor allem mit den Wahlen im September zusammen. Erst im Dezember stand der Koalitionsvertrag von CDU und Grünen in Hessen, letztere hätten in einer Regierung mit der SPD das Gesetz wohl gekippt. „Andere Kindergärten werden das Gesetz vielleicht nicht zum Stichtag umsetzen können“, sagt Sandra Kinold.

Außerdem ermögliche das Kifög zusätzliche Plätze für Kinder. Statt 90 könnten es in Zukunft 112 Plätze sein. „Wir haben eine volle Auslastung mit Warteliste, das ist in der Region eher unüblich“, erklärte Frese.

Derzeit besuchen 96 Kinder die Kita, darunter sind 20 aus Hallenberg sowie Kinder aus Rengershausen, Wangershausen und Somplar. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich an den Kosten für die Hallenberger Kinder, die Zusammenarbeit soll über Juli 2014 hinaus fortgeführt werden. 13 Mitarbeiterinnen sorgen für die Betreuung, drei weitere sind für Raumpflege und andere Arbeiten zuständig.

Ein Matsch-Platz entsteht

Was die anstehenden Aufgaben betrifft, ist Karl-Friedrich Frese optimistisch gestimmt. Noch im September des vergangenen Jahres brachte er eine Auflösung des Fördervereins ins Spiel. Ein Grund war das fehlende ehrenamtliche Engagement. Würde allerdings die Gemeinde die Trägerschaft des Kindergartens wieder übernehmen, würde das weniger Landesgelder und im Umkehrschluss wohl höhere Gebühren bedeuten. Eine Auflösung steht aktuell ohnehin nicht mehr zur Debatte. Die Suche nach neuen Mitgliedern, die sich auch aktiv einbringen, habe sich laut Frese ausgezahlt. Dennoch gebe es unter den derzeit 66 Mitgliedern einige Karteileichen. „Wir erheben keinen Beitrag, also fällt es auch leichter, im Verein zu bleiben“, erklärt Frese. Bei vielen fehle, nachdem die Kinder zur Schule gewechselt sind, die Bindung zum Verein.

Das könnte sich am 6. September ändern. Dann gibt es anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Bromskircher Kindergartens ein Fest. Dazu soll in Kürze ein Ausschuss, möglichst mit Beteiligung der Eltern, gegründet werden, der das genaue Programm plant. Einige Vorschläge gibt es bereits. Einladungen sollen zum Beispiel an Kinder und Eltern gehen, die in den 20 Jahren mit dem Kindergarten zu tun hatten. Außerdem könnte im Vorfeld ein Wettbewerb gestartet werden, in dem ein Name für die Kita gesucht wird. Ein Mitmach-Konzert ist geplant, auch eine Baumpflanz-Aktion ist im Gespräch. Bis auf das Veranstaltungsdatum ist aber noch nichts konkret.

Im September können sich die Gäste dann auch ein Bild von den weiteren Umbauarbeiten machen. Der Außenspielbereich für die U-3-Kinder ist fertiggestellt. Nun geht es an anderer Stelle für rund 25000 Euro weiter. Südlich der Gruppenräume soll die Bepflanzung entnommen und die Fläche gepflastert werden. Große Sonnenschirme werden dort Aktivitäten wie Essen und Basteln im Freien ermöglichen. Eine kleine Naturbühne für Vorführungen soll entstehen. Eine alte Rutsche muss aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. Ein moderner Ersatz mit Klettermöglichkeiten wird entstehen. Am Fahrrad-Häuschen gibt es zudem in Zukunft einen Matsch-Platz. (tt)

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