Frankenberg

Mehr Platz für Verpflegung Bedürftiger

- Frankenberg (gl). Die Frankenberger Tafel ist umgezogen. Einen Besuch der Kinder vom Linnertor nutzte Pfarrerin Caroline Miesner dazu, das neue Heim des Vereins vorzustellen.

Caroline Miesner beugt sich über einen gefüllten Warenkorb der Frankenberger Tafel. Kleine Hände greifen nach Bananen, Lauch, Ravioli und Tütensuppen: Die Kinder der Kindertagesstätte an der Linnertorstraße sind zu Besuch in den neuen Räumen des gemeinnützigen Vereins. Zum Weltkindertag am 20. September haben die Kleinen etwas Gutes getan: Sie brachten geliebtes Spielzeug, das sie nicht mehr brauchen, mit in die Tagesstätte und veranstalteten einen Flohmarkt. Den Erlös – 156,72 Euro – haben die Kinder mitsamt einiger übrig gebliebener Spielsachen der Frankenberger Tafel gespendet, „weil die armen Kinder keine Spielzeug und keine Bücher haben“, wie es die Kleinen beschreiben. Sie wollen helfen – und Pfarrerin Caroline Miesner, die die Spende für den Verein entgegennahm, nutzte die Gelegenheit, ihnen das Prinzip der Tafel zu erklären. Miesner führte die Kinder durch die neu eingerichteten Räume der Tafel in der Auestraße. Sie erzählte den jungen Spendern, wo all die Lebensmittel herkommen, warum die Geschäfte sie kostenlos abgeben und wie sie an bedürftige Familien aus dem Frankenberger Land weiterverteilt werden. Die Kleinen beobachteten, wie Obst und Gemüse, Brötchen und Gebäck sortiert werden. Hans-Jürgen Wilhelm, einer der Marktleiter, zeigte sich sichtlich stolz auf das Erreichte: „Unser Ziel war es, keine Lieferung ausfallen zu lassen. Das haben wir geschafft.“ Am 16. September hätten die letzten Kunden ihre Warenkörbe in den alten Räumlichkeiten in der Hengstfurt abgeholt, am 21. September wurden die ersten Kunden in der Auestraße begrüßt. Der Umzug habe etwa 6000 Euro gekostet, erklärte Wilhelm. In diesem Betrag seien die Spenden noch nicht eingerechnet, es werde also insgesamt etwas günstiger. Wilhelm dankte allen Beteiligten: „Viele Firmen und Privatpersonen haben uns ehrenamtlich geholfen“, sagte er erfreut. Er erwähnte besonders die Ins­tallateure, die sich um Wasserleitungen und den Sanitärbereich gekümmert hätten, sowie die Helfer im Küchen- und Gemeinschaftsbereich. Der Umzug selbst habe nur ein langes Wochenende gedauert, in dem Gebäude in der Aue­straße stecken zudem vierzehn Tage harter Renovierungsarbeit vieler Helfer. Wilhelm aber braucht dringend noch mehr Ehrenamtliche: Fahrer würden noch fehlen. Sie sollen montags bis donnerstags vormittags Waren aus Geschäften abholen. Interessenten melden sich unter der Telefonnummer 06451/408231.

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