Seminar in Frankfurt: 100 Teilnehmer diskutierten über Hilfe für Langzeitarbeitslose

Mehr Vernetzung gefordert

Unterscheidet 700 Persönlichkeitstests: Prof. John Erpenbeck. Foto: nh

Frankenberg. Neue Wege und Erkenntnisse, um Langzeitarbeitslosen wirksamer zu helfen, standen kürzlich bei einem Treffen verschiedener Institutionen in Frankfurt im Mittelpunkt. 100 Teilnehmer aus Waldeck-Frankenberg und ganz Hessen diskutierten, wie es gelingen kann, mit immer weniger Geld für eine gute Qualifikation von Langzeitarbeitslosen zu sorgen. Ausgehend von den Ergebnissen des auch vom Landkreis geförderten Frankenberger Projektes SINN (Selbstorganisation, Integration, Neubeginn von Langzeitarbeitslosen) wurde festgehalten: Nur durch eine professionelle Vernetzung von Bildungsträgern, pädagogischen Einrichtungen und Arbeitsvermittlungsinstanzen, kann der Arbeitsuchende verstanden und gefördert werden.

Außerdem gelte: „Ohne Gesundheit keine Beschäftigung“. In Hessen werde das zunehmend berücksichtigt, heißt es in einer Mitteilung.

Professor John Erpenbeck aus Berlin wies außerdem darauf hin, dass die organisationseigenen Unternehmenswerte der Vermittlungsinstanzen, Bildungsträger und anderer, von der jeweiligen Belegschaft verinnerlicht sein müssen, um den Arbeitssuchenden überhaupt helfen zu können. Die Arbeitsgruppen um Professor Marianne Friese, Gießen, und Studienverfasser Frank Bölts, arbeiteten weiterhin heraus, dass man gruppenpädagogische Ansätze verstärkt einsetzen sollte, sowohl in Betrieben als auch in den Institutionen. Überdies sei eine weitere „Professionalisierung des pädagogischen Personals“ notwendig.

Der Marburger Verein Arbeit und Bildung verfolgt seit 25 Jahren einen strikten, ganzheitlichen Kurs bei der „Förderung familienbewusster Personalpolitik, auch dann, wenn langzeitarbeitslose Mitbürger betreut werden“, unterstreicht Abteilungsleiter Christian Hendrichs als Vertreter des Ausrichters abschließend.

Gefordert wurden einerseits ein Atlas aller Netzwerke, die mit und für Arbeitssuchende arbeiten, und andererseits unabhängige, politisch neutrale Kooperationszentren, um besonders die Zielgruppen Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose zu einer neuen Arbeitsstelle zu verhelfen. (nh/sal)

Weitere Informationen: www.arbeit-und-bildung.de

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare