Sehlen

Mehrere Verletzte nach Küchenbrand

- Gemünden-Sehlen (jos). Die Küche eines Wohnhauses in Sehlen stand am ersten Weihnachtstag gegen 13 Uhr in Flammen. Mehrere Menschen erlitten Rauchvergiftungen. Feuerwehrleute aus Sehlen, Grüsen und Gemünden hatten den Brand aber schnell unter Kontrolle.

„Ein Rauchmelder hat die Bewohner vor Schlimmerem bewahrt“, bilanzierte Stadtbrandinspektor Wilfried Golde nach dem Einsatz. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf mehrere zehntausend Euro.

Es sollte ein festliches Mittagessen werden: Der 50-jährige Hauseigentümer, seine 45 Jahre alte Ehefrau, der 16-jährige Sohn und die Großmutter hatten es sich im Wohnzimmer im Erdgeschoss gemütlich gemacht. Die 45-Jährige ging in die Küche im Dachgeschoss, um den Backofen einzuschalten – doch offenbar betätigte sie versehentlich den Schalter für ein Ceran-Feld auf dem Herd. Der Backofen blieb kalt, der Herdplatte wurde heiß und entzündete darauf liegende brennbare Gegenstände.

Nur weil die Familie im Flur einen Rauchmelder angebracht hatte, der Alarm schlug, wurden die Hausbewohner auf das Feuer im Dachgeschoss aufmerksam. Sie versuchten noch, den Brand selber zu löschen, konnten dem Feuer aber nicht mehr Herr werden. Die alarmierten Feuerwehrleute aus Sehlen, Grüsen und Gemünden gingen mit Atemschutzgeräten in die Küche und löschten den Brand. Danach belüfteten sie das Haus mit einem Drucklüfter.

Eine Schwierigkeit bei dem Einsatz seien die kalten Temperaturen gewesen, erklärte Stadtbrandinspektor Golde. Man müsse bei diesem Wetter aufpassen, dass das Löschwasser in den Schläuchen nicht einfriert. Alle Feuerwehrleute hätten gut gearbeitet, lobte der Einsatzleiter. Rund 20 Kameraden seien im Einsatz gewesen. Infolge der Glätte hätten sich zwei Feuerwehrleute leichte Verletzungen zugezogen.

Der Hauseigentümer und seine Frau wurden in Rettungswagen behandelt und vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Auch die Großmutter sei sicherheitshalber zu Untersuchungen in eine Klinik gebracht worden, erklärte die Polizei. Laut Golde sind zwei weitere Personen nach dem Einsatz selber ins Krankenhaus gefahren, um sich untersuchen zu lassen. Routinemäßig übernahmen Brandschutzermittler der Kriminalpolizei die Ermittlungen.

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