Meisterfeier der Kreishandwerkerschaft in der Ederberglandhalle

42 Meisterbriefe verliehen

Mit ihrem blauroten Meisterschal präsentieren sich die jungen Handwerksmeister nach der Überreichung der Meisterbriefe in der Ederberglandhalle.

Frankenberg - 42 Männer und Frauen aus neun Handwerksinnungen haben am Freitagabend in der Ederberglandhalle feierlich ihre Meisterbriefe entgegengenommen.

„Meister sind Experten und Vorbilder“, rief Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Göbel den jungen Meistern entgegen. Sie waren mit Eltern, Partnern, Freunden und Lehrmeistern zur Meisterfeier gekommen. Zahlreiche Ehrengäste gratulierten zum erfolgreichen Abschluss. Die Überreichung des Meisterbriefes, die Göbel gemeinsam mit Regierungspräsident Walter Lübcke und dem Vizepräsidenten der Handwerkskammer Kassel Johannes Schwarz vornahm, sei ein Höhepunkt in der Berufslaufbahn, sagte Göbel.

Er bezeichnete die Jungmeister als „qualitative Speerspitze“ der Berufsstände und Träger der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland. Der Kreishandwerksmeister sprach den jungen Handwerkern viel Mut zu und forderte sie auf, die Chancen zu nutzen: „Der Meisterbrief ist ein Gütesiegel für Qualifikation und öffnet Türen“. Bildungsweg nicht zu Ende Dort knüpfte Regierungspräsident Walter Lübcke an und erinnerte daran, dass der Meisterbrief auch den Zugang zum Studium eröffne. Der Bildungsweg sei mit dem Erwerb der Meisterprüfung nicht zu Ende. Lübcke hob die Leistungen der Politik für eine bessere Infrastruktur in Nordhessen und die Bedeutung des Handwerks in der Wirtschaft hervor: „Handwerk braucht mehr Aufmerksamkeit, es verursacht keine Wirtschaftskrisen, es produziert keine Skandale und jammert nicht“. Der CDU-Politiker ging auch auf den demografischen Wandel und drohenden Fachkräftemangel ein: „Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg“, betonte Lübcke, der sich selbst als „Doktor mit Hauptschulabschluss“ bezeichnete. Wissen und Qualifikation seien zukunftsweisende Investitionen und krisenfeste Güter. Neben den handwerklichen Fähigkeiten würden die jungen Menschen im Meisterlehrgang auch unternehmerische Kompetenzen erwerben.

Der Vizepräsident der Handwerkskammer, Johannes Schwarz, forderte alle Absolventen zum Weg in die Selbständigkeit auf. Bis 2020 stünden in Nordhessen mehr als 3000 Handwerksbetriebe „zur Übernahme bereit“. Landrat Dr. Reinhard Kubat bezeichnete die jungen Meister als „Elite des Landes“ und drückte seine Hoffnung aus, dass viele ihre Perspektive in Waldeck-Frankenberg finden.

Der Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß wertete den Erfolg bei der Meisterprüfung als Ergebnis harter Arbeit und große Chance für die Zukunft. Zugleich brach er eine Lanze für das Schulorchester der Edertalschule. Die jungen Musiker unter der Leitung von Markus Wagener verliehen der Meisterfeier mit Melodien aus der Oper Aida, mit ungarischen Tänzen von Johannes Brahms oder Filmmelodien einen würdigen Rahmen. Heß erwähnte, er fürchte eine Schwächung der Edertalschule durch die diskutierte Einrichtung einer Oberstufe in Battenberg.

Neben dem Meisterbrief erhielten die Junghandwerker einen blau-roten Schal mit der Aufschrift „Deutscher Meister 2012“. Geschäftsführer Gerhard Brühl moderierte die Verleihung.

Die folgenden Jungmeister haben ihre Meisterprüfung im Jahr 2012 mit Erfolg abgelegt:

Straßenbauermeister: Florian Meier (Frankenberg).

Maurer- und Betonbauermeister: Matthias Schmidt (Korbach).

Elektrotechnikermeister: Benjamin Hoffmann (Rosenthal) und Martin Linden (Frankenberg).

Friseurmeister: Svetlana Boldt (Vöhl), Violeta Demolli (Diemelstadt-Rhoden), Beate Fuchs (Waldeck-Freienhagen), Elena Wagner (Allendorf/Eder), Patrizia Walz (Frankenberg) und Nadja Clarissa Wetter (Burgwald).

Installateur- und Heizungsbauermeister: Maik Becker (Korbach) und Stefan Kann (Frankenberg).

Kraftfahrzeugtechnikermeister: Christoph Bretag (Edertal), Dominik Kauert (Frankenberg), Björn Klein (Battenberg), Richard Kowalczyk, (Korbach), Moritz Jonas Kubat (Vöhl-Marienhagen), Daniel Lichtblau (Bad Wildungen), Jens Ludewig (Waldeck), Patrick Müller (Bromskirchen), Viktor Rempel (Bad Arolsen), Daniel Rhode (Korbach), Stefan Schluckebier (Vöhl), Eike Schnetzler (Gemünden), Mike Staps (Bad Wildungen), Michael Stecker (Korbach), Torsten Tegethoff (Volkmarsen) und Arno Zenke (Korbach).

Maler- und Lackierermeister: Tim Breitbarth (Twistetal), Valentin Dornes (Frankenberg), Waldemar Kehm (Waldeck) und Alessandro Schmidt (Edertal).

Metallbauermeister: Benji Albrecht (Gevelsberg), Ingo Berendes (Medebach), Michael Born (Bad Arolsen) und Stefan Born (Hagen).

Feinwerkmechanikermeister: Jens Tresper (Korbach).

Tischlermeister: Eugen Januschewski (Edertal) und Dennis Mitze (Vöhl-Basdorf).

Dachdeckermeister: Arne Jelitto (Bad Wildungen), Ingo Paulus (Battenberg) und Christian Schunck (Korbach).

Von Frank Seumer

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