Michael Pilger ist begeisterter Drift-Fahrer

Mensch gegen Maschine, Muskeln gegen Motor

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Michael Pilger ist begeisterter Motorsportler und Gründer des Teams „PN Drift Art“. Heute und morgen zeigt er in Frankenau am Feriendorf seinen Sport. Wer will, darf mitfahren – gegen eine Spende für den Frankenauer Kindergarten. Foto: Andrea Pauly

Frankenau - Wenn Michael Pilger über sein Hobby spricht, sprüht er vor Begeisterung für den Motorsport. Es geht um Können, um die Kontrolle über ein Fahrzeug, das bewusst außer Kontrolle gesetzt wurde, es geht um Geschwindigkeit und - natürlich - um Adrenalin.

Die Leidenschaft von Michael Pilger gilt einer besonderen Form des Rennsports: dem Driften. Dabei sorgt der Fahrer bewusst dafür, dass das Heck des Rennautos ausbricht und herumschleudert. Ziel ist es, dies so kontrolliert zu tun, dass Hindernisse unberührt bleiben und das Auto in vorher festgelegten Figuren wie Achten oder eine S-Form driftet.

Dem 49-jährigen Frankenauer liegt der Motorsport im Blut. Er war schon als 18-Jähriger auf Rennstrecken unterwegs, viele Jahre lang ist er für Porsche gefahren – unter anderem auf US-Airbases in Deutschland. Vor elf oder zwölf Jahren war er zum ersten Mal bei einer Drift-Veranstaltung – zufällig. „Ich wusste bis dahin gar nicht, dass es so was gibt“, erinnert er sich. Der Sport begeisterte ihn: Die Fahrer brauchen Geschick, Konzentration, Können, Kraft und Reaktionsschnelligkeit. Sie leiten den Drift bei Geschwindigkeiten zwischen 50 und 140 Stundenkilometern ein – in Extremfällen sogar bei Tempo 200. Damit das Auto so driftet wie geplant, kommt es auf viele Details an: Der richtige Zeitpunkt, die richtige Geschwindigkeit, die richtige Technik im Fahrzeug, die richtige Ausstattung.

Jedes Jahr besuchte Michael Pilger die Drift-Challenges – und irgendwann wollte er es selbst ausprobieren. Er war sofort begeistert. „Wenn man damit angefangen hat und man merkt: das liegt einem, dann ist es ist wie eine Sucht.“ Besonders in der wettbewerbsfreien Zeit merkt der Frankenauer, wie sehr es ihn wieder auf die Strecke zieht: „Im Januar und Februar juckt es dermaßen“, beschreibt er.

Am Wochenende werden die Drifter in Frankenau ihre Fahrzeuge unter anderem um Hindernisse, aber auch um das Rondell herumdriften. Höhepunkt des Parcours wird die „Waschmaschine“: Da drehen sich die Fahrzeuge in einem engen Rechteck um die eigene Achse. (von Andrea Pauly)

Mehr über Michael Pilgers Hobby, seine drei umgebauten BMWs und das Driften lesen Sie in der Samstagausgabe der Frankenberger Zeitung.

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