Kabarett mit Lisa Fitz in Frankenberg

Messerscharf auf den Punkt gebracht

Frankenberg - Ein Mutmach-Programm mit bissigen Spitzen und Heimatliebe hat die Kabarettistin Lisa Fitz am Freitagabend auf die Frankenberger Bühne gebracht.

Schwarzer Mantel, pinkfarbene Schuhe mit Plateausohlen und Pfennigabsatz - so gekleidet betritt Lisa Fitz an diesem Abend die Bühne der annähernd ausverkauften Frankenberger Ederberglandhalle. Dass das schlichte Outfit täuscht, verrät der grellfarbene Kleidersaum, der unter dem Mantelrand hervorblitzt. Bitterböse, handfest derb und gelegentlich ungewohnt leise präsentiert sie ihr aktuelles Programm. „Mut - vom Hasen zum Löwen“, ein wahres Mutmachprogramm für die Zuschauer.

Sanft der Beginn - unschuldig im pink-grünen Glitzerdirndl - gibt sie einen liebevoll-bissigen Blick auf die bayrische Heimat, „Einschichtig von der Parteienvielfalt her“, beschreibt sie den Heimatort Krailing. „In einem Dirndl kann man sagen, was man will, es ist wie eine Tarnkappe, Intelligenz ist nicht nötig“. Aber Vorsicht: erweist Fitz sich doch bald als eine Art „weiblicher Trojaner“, der mehr enthält, als die bunte Hülle vermuten lässt. Ihrem Thema „Mut“ nähert sich die Kabarettistin an diesem Abend von der gegenteiligen Seite. „Mut ist wie ein Regenschirm: Wenn man ihn am dringendsten braucht, fehlt er einem“, findet sie. Die „Angst“ beherrsche die Menschen in vielen Arten. Humorvoll portraitiert sie dazu die Spezies Mann. „Männer springen von Felsen, rasen in schnellen Autos umher und wagen sich in tollkühne Abenteuer, beweisen Zivilcourage und Heldenmut“, weiß sie zu berichten. Aber als sie sich ins Publikum begibt und einen Besucher zum Tanzen auffordert, wehrt dieser erschrocken ab. „Wirkliche Angst haben Männer vorm Tanzen“.

von Gerlinde Himmelmann

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