Stämme müssen länger im Wald bleiben

Milder Winter: Weicher Waldboden erschwert Holzernte

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Waldeck-Frankenberg. Der milde Winter erschwert den heimischen Forstämtern die Holzernte. Weil das Holz von den Transportunternehmen wegen der aufgeweichten Waldwege kaum abtransportiert werden kann, müssen die Stämme mitunter länger im Wald lagern.

Das kann zu Abstrichen in der Qualität führen, teilweise zu Wertminderungen von zehn bis 15 Prozent. Außerdem kommen auf die Forstämter höhere Ausgaben durch die Instandsetzung der Wege zu. Zur Rückung werden teilweise auch schon Seilkräne eingesetzt. Das heißt: Es werden Drahtseile gespannt, um das Holz aus dem Wald zu holen. Diese Spezialtechnik führt allerdings zu höheren Kosten für die Holzernte. Im Bereich der Forstämter Vöhl, Burgwald und Frankenberg lagert zwar viel Holz, die Stämme können von den Fuhrunternehmen aber kaum abgeholt werden.

 „Das Fällen ist nicht das Problem, das Problem ist die Abfuhr“, sagt Eberhard Leicht, Leiter des Forstamts Burgwald. Für die schweren Transportfahrzeuge sind die Waldwege zu sehr aufgeweicht. Der fehlende Frost und die nassen Waldböden haben auf das Holzgeschäft gewaltige Auswirkungen, macht Leicht deutlich. Allein in seinem Amtsbereich lagern rund 4000 Festmeter Holz – gefällt und aufgearbeitet. „Dieses Holz lassen wir in den sensiblen, wassergefährdeten Bereichen nicht rücken. Wir hoffen auf Frost und müssen warten, bis der Waldboden wieder abgetrocknet ist.“ Gerade im Burgwald gebe es viele wassergeprägte Böden. (mjx)

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Quelle: HNA

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