Spende für medizinische Technik

Millionengrenze erreicht: Förderverein spendet 70 000 Euro an Frankenberger Krankenhaus

Scheckübergabe vor dem Kreiskrankenhaus: Fördervereinsvorsitzender Dr. Harald Schmid und Krankenhaus-Geschäftsführerin Margarete Janson.
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Scheckübergabe vor dem Kreiskrankenhaus: Fördervereinsvorsitzender Dr. Harald Schmid und Krankenhaus-Geschäftsführerin Margarete Janson.

Die Klinik auf dem modersten medizintechnischen Stand zu halten – dazu dienen die Gelder des Fördervereins des Kreiskrankenhauses in Frankenberg.

Frankenberg – Einen symbolischen Scheck in Höhe von 70 000 Euro überreichte Vereinsvorsitzender Dr. Harald Schmid jetzt an die Geschäftsführerin des Krankenhauses, Margarete Janson.

Das Besondere in diesem Jahr: Die Summe aller Spenden, die seit der Gründung des Fördervereins im Jahr 2005 an das Krankenhaus übergeben wurden, haben jetzt die Millionengrenze überschritten. „An einer so großen Summe sieht man, wie sehr die Bevölkerung das Krankenhaus schätzt“, sagt Schmid.

Babyschlafsäcke, Präsentkörbe und medizinische Technik

Geräte für OP-Bereiche, das Monitoring im kardiologischen und Schlaganfallbereich sowie die neurologische Spezialdiagnostik wurden beispielsweise durch die Spende im vergangenen Jahr mitfinanziert. „Wir entwickeln die Ideen zusammen mit der Geschäftsführung und schauen, wo das Geld am ehesten gebraucht wird“, erklärt Schmid.

Neben den medizinischen Geräten wurde aber auch in neue Babyschlafsäcke und Präsentkörbe für die Mitarbeiter investiert.

„Die Mitarbeiter waren und sind stark belastet“, erklärt Schmid und auch Margarete Janson bestätigt: „Die Präsentkörbe waren wichtig. Es zeigt uns, dass die Bevölkerung froh ist, dass es uns gibt“, sagt sie dankbar.

Hohe Qualität fordert Geld

Durch die Zuschüsse habe sich die Klinik auf den neuesten Stand gebracht. „Gerade in Corona-Zeiten sind die Einwohner froh, ein gut ausgestattetes Krankenhaus vor Ort zu haben“, sagt der ehemalige Chefarzt Schmid. Die Bereitschaft, ständig für jede Art von Notfällen bereit zu stehen, koste eine Menge Geld. „Es geht um eine ständige Entwicklung, um immer besser zu werden“, sagt die Geschäftsführerin.

Es sei ein generelles Problem bei Krankenhäusern im ländlichen Bereich, dass mehr Geld benötigt werde als der Gesetzgeber zahlt, „Das Geld ist aber nötig. Gerade, wenn man die Qualität so hoch hält, wie wir sie anstreben“, sagt Schmid. Deswegen werde der Förderverein, und somit auch die Bevölkerung, das Krankenhaus weiterhin unterstützen.

Für das nächste Jahr stehen schon einige neue Investitionen auf dem Plan des Fördervereins. Beispielsweise sollen über den Betten auf der Intensivstation Bildschirme angebracht werden, auf denen zum Beispiel Landschaftsbilder die weißen Decken etwas bunter machen sollen.

Mitgliedschaft im Förderverein

Wer Interesse an einer Mitgliedschaft im Förderverein des Kreiskrankenhauses hat, kann sich unter der Telefonnummer 06451/55305 melden. Bankverbindung: Förderverein Kreiskrankenhaus, IBAN DE 5952 3500 0500 0505 3491.

Derzeit kein Besuchsdienst von Grünen Damen und Herren

Gerade während der Corona-Pandemie sind Gespräche und ein offenes Ohr besonders wichtig. Doch aufgrund der Kontaktbeschränkungen und der damit verbundenen Besuchsregelung dürfen die Grünen Damen und Herren, der ehrenamtliche Besuchsdienst des Kreiskrankenhauses, nicht mehr in die Zimmer der Patienten.

Ihre Aufgabe ist es, für jeden Patienten ein offenes Ohr zu haben. Sie gehen von Zimmer zu Zimmer und schauen, wie sie den Patienten helfen können – nur eben nicht während Corona.

„Wir haben Ausnahmefälle, in denen Angehörige, beispielsweise zu Palliativpatienten gehen dürfen, aber die Grünen Damen und Herren arbeiten im Moment gar nicht“, sagt Margarete Janson, Geschäftsführerin des Kreiskrankenhauses Frankenberg. Sie werden aber mit die Ersten sein, die bei Lockerungen wieder in die Räume der Klinik dürfen, erklärt Janson.

Das Problem sei derzeit vor allem die Omikron-Variante, die sich rasant ausbreite. „Wir müssen aufpassen, dass sich die Patienten nicht anstecken und auch unser Personal gesund bleibt“, sagt sie.

Der Name der Grünen Damen und Herren leitet sich von den grünen Kitteln ab, die die Ehrenamtlichen auf den Stationen tragen, um sich vom Personal zu unterscheiden. Für die Mitarbeit wird keine spezielle Ausbildung benötigt, eine Einweisung und Fortbildungen sind jedoch notwendig. (Kira Müller)

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