„Alexa, hab’ ich Post?“

Mit Alexa-Anbindung: Bottendorfer Firma entwickelt "sprechenden Briefkasten"

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Sprechender Briefkasten: Der Bottendorfer Unternehmer Thorben Wassmuth wirft Post ein. Der W-Lan-Briefkasten mit Alexa-Anbindung kann dies direkt ans Smartphone melden. Oder er teilt auf Sprachanfrage mit, dass Post da ist. 

Bottendorf. Das junge Bottendorfer Unternehmen Thorwa hat einen W-Lan-Briefkasten mit Alexa-Anbindung entwickelt. 

 „Alexa, frag’ den Briefkasten, ob ich Post habe!“. Mit wenigen gesprochenen Worten von der Wohnung aus erfahren, ob der Postbote schon da war – das macht jetzt eine Entwicklung des Bottendorfer Unternehmens Thorwa möglich. Sie funktioniert mit Hilfe von „Alexa“, dem sprachgesteuerten digitalen Assistenzsystem der Firma Amazon. „Alexa“ antwortet auf die Frage zum Beispiel: „Zuletzt wurde heute um 8.45 Uhr Post in deinen Briefkasten geworfen.“

Ab April will Thorwa-Firmenchef Thorben Wassmuth den „sprechenden Briefkasten“ – den Smarthome- oder W-Lan-Briefkasten mit Alexa-Anbindung“, wie er das Produkt nennt – auf den Markt bringen. Dazu gehört zunächst ein intelligenter Lautsprecher: das „Alexa-Gerät“, das die Sprachbefehle verarbeitet. Technikfans steuern über solche Geräte schon in ihren Wohnungen den Lichtschalter – „Alexa mach’ das Licht an!“ – das Heizungsthermostat oder die Jalousien.

Die Bottendorfer Firma hat ein elektronisches Steuerungskästchen und zwei Sensoren entwickelt, die im Briefkasten installiert werden. Die Sensoren zeigen an, ob Briefe eingeworfen oder entnommen wurden. Thorwa hat dazu eine entsprechende Software geschaffen. Über diese Zusatzfunktion kann dann die Abfrage per Sprachbefehl an Alexa über das heimische W-Lan oder Netzwerkkabel von der Wohnung aus erfolgen. Auf Wunsch kann auch eine Meldung ans Smartphone gesendet werden, sobald Post eingeworfen wurde. „So spart man sich unnötige Gänge zum Briefkasten. Wer, wie ich, im dritten Stock wohnt, für den bietet das schon Komfort“, sagt Firmenchef Thorben Wassmuth.

Der 28-Jährige hat als Kunden besonders Technikbegeisterte im Blick, die schon mit „Alexa“ arbeiten. Schließlich seien schätzungsweise schon rund zwei Millionen Alexa-Geräte im Einsatz.

„Briefkästen gibt es ja schon sehr lange. Aber wir wollen sie modern und zukunftsweisend gestalten“, sagt Wassmuth. Der W-Lan-Briefkasten sei eine Neuheit. „Ich habe im Internet recherchiert und nichts Ähnliches entdeckt“, sagt er. Ein Patent will er aber nicht anmelden.

Ab zirka 79 Euro kann man seinen eigenen Briefkasten – und übrigens auch die Zeitungsbox – mit der Alexa-Funktion aufrüsten. „Die Anbringung ist einfach und per Alexa-App kann die eigene Zusatzfunktion installiert werden“, sagt Wassmuth. Er verkauft natürlich auch neue Briefkästen, die die Sprachabfrage schon enthalten.

Box für Pakete

Thorwa bietet Hausbesitzern zudem eine Paket-Box an: einen Edelmetalkasten, in den der Paketservice größere Pakete einwerfen kann. Dazu schließt man vorher mit den Lieferunternehmen eine Vereinbarung ab, sodass eine Unterschrift bei Paketannahme nicht mehr notwendig ist. Das spart den Gang zur Post, wenn man bei Lieferung nicht zu Hause ist. Und auch diese Paketbox kann man mit dem Alexa-Angebot verbinden.

Quelle: HNA

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