Landkreis will Ideen zur Nutzung alter Gebäude unterstützen

Waldeck-Frankenberg: Mit Fördergeld Ortskerne beleben

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Der Landkreis unterstützt bauliche Maßnahmen, die die Ortskerne beleben.

Waldeck-Frankenberg. Ein neues Förderprogramm soll Ideen unterstützen, welche die alten Ortskerne beleben. Ab dem kommenden Jahr könnten demnach Bauherren bis zu 25.000 Euro als Zuschuss erhalten. 

Vorausgesetzt sie investieren in irgendeiner Form in ein altes Haus, in einen Hof oder in einen Dorfplatz. Die Baumaßnahme sollte den Ort aufwerten. „Wir wollen Impulsgeber sein“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese.

Gemeinsam mit Landrat Dr. Reinhard Kubat hat er die „Richtlinie zur Förderung und Sanierung alter Bausubstanz“ der Presse vorgestellt. Der Landkreis will dafür jedes Jahr 500 000 Euro zur Verfügung stellen, zunächst fünf Jahre lang bis 2023. Voraussetzung dafür ist, dass der Kreistag zustimmt, der kommenden Montag tagen wird.

Bislang profitierten jedes Jahr nur einzelne Gemeinden im Landkreis von der Dorfentwicklung. Gleich mehrere Ortskerne in Waldeck-Frankenberg moderner und ansprechender zu gestalten, sei Ziel des Programms, das der Landkreis nun anbieten will. „Es soll einigen die Hemmungen nehmen, zu investieren“, so der Landrat. Um das Leben auf dem Land interessanter zu machen, seien neue Konzepte und flexibler Denkmalschutz gefragt. Nachteile kleiner Dörfer sollten ausgeglichen und Unterschiede zwischen den Orten innerhalb des Landkreises verringert werden. Frese nannte seinen Wohnort Bromskirchen als ein Beispiel, wo viele Häuser leer stehen. Förderungen wie bei der Sanierung von Fachwerkhäusern in der Hessentagsstadt Korbach seien auch für die Dörfer denkbar. Auch Projekte wie Dorfläden oder Mitfahrerbänke könnten auf dieses Programm zurückgreifen. Es richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch an Firmen, Vereine, Städte und Gemeinden. Förderfähig wären daher nicht nur Bauvorhaben, sondern auch andere „innovative Projekte“.

Das kann gefördert werden

Schwerpunkte des Förderprogramms sind die Dörfer im Landkreis. Förderfähig sind bauliche Investitionen an Gebäuden und Grundstücken in den Ortskernen. Dazu zählen auch Neubauten. Außerdem können Planungsleistungen für Architekten- und Ingenieurkosten gefördert werden. Daneben werden Investitionen in die Grundversorgung und Daseinsvorsorge als förderfähig bezeichnet. Auch sogenannte „innovative Projekte“ können davon profitieren, die die „Vernetzung zwischen allen Partnern im ländlichen Raum verbessern“. Zudem können sich Städte und Gemeinden um eine Förderung bemühen, die die Dorfkerne weiterentwickeln wollen. Die Mindestinvestitionssumme soll 10 000 Euro betragen. Höchstens 30 Prozent der Kosten werden gefördert, jedoch maximal 25 000 Euro pro Maßnahme.

Quelle: HNA

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