Bruce-Springsteen-Coverband in Battenberg

Mitsingen und Abtanzen mit Bosstime

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Bosstime

- Battenberg (ahi). Fast so gut wie der echte Bruce Springsteen: In der Burgberghalle hieß es am Samstag „Born in the USA“

Bei allen Unterschieden in der Biographie gibt es einen gemeinsamen Nenner zwischen „Boss“ Thomas Heinen und dem „Boss“ schlechthin, wie der Heinen am Samstag vor „The River“ ausführt: Die Leidenschaft für gute Musik und der Anspruch, stets ehrliche, gut Rockarbeit abzuliefern. Und die Fans wissen das: Deshalb ist stets eine volle Hütte garantiert, wenn Bosstime kommt, etwa in Battenberg – wo es weniger eine Hütte und vielmehr eine Halle ist: die Burgberghalle. Kein freier Parkplatz in Sicht, selbst die übliche Nischen in den Seitenstraßen sind besetzt. In der Halle stehen die Fans dicht an dicht, singen mit oder tanzen, als wäre bereits das Schlussdrittel angebrochen, dabei haben die sieben Musiker aus dem Rheinland gerade erst angefangen.„What time is it?“, ruft Thomas Heinen in die Burgberghalle und das rundum begeisterte Plenum skandiert „Boss Time!“, nach dem fünften von 24 Songs des offiziellen Programms. Allerdings haben Bosstime schon vergleichsweise früh die Stimmungsrakete „Born in the USA“ gezündet, mit der sich normalerweise Zugabe über Zugabe provozieren lässt. Das Septett um Heinen, das beim Anspruch als hart arbeitende Rocker keine Abstriche gegenüber dem Vorbild gelten lässt, hat eine Dramaturgie der Effekte nicht nötig, ganz im Gegenteil: Wegen ihrer starken Performance kann es sich die Bruce-Springsteen-Coverband sogar leisten, stilleren Stücke wie „Thunder Road“, mit denen Springsteen einst seine Konzerte eröffnet hat, ans Ende des offiziellen Programms zu setzen. Doch damit nicht genug der Verstöße gegen die Gesetze des Stimmungsaufbaus: Zur Eröffnung des Zugabenteils betritt Thomas Heinen allein die Bühne zu einem akustischen Solo-Set, in dessen Verlauf er Springsteen-Klassiker unplugged in der Tradition des Dylan‘esken Nebraska-Albums alleine mit Klampfe und Mundharmonika vorträgt.

Mehr lesen Sie morgen in der Frankenberger Zeitung.

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