Präventionsprojekt an Cornelia-Funke-Schule mit Polizei und Gesundheitsexperten

Mittel gegen die Sucht

Anschaulicher Unterricht: Polizist Dirk Virnich erklärt einigen Schülern die Wirkung und Risiken von Drogen. Foto:  Laura Geisler

Gemünden. Die Cornelia-Funke-Schule hat zum ersten Mal ein dreitägiges Programm zur Suchtprävention veranstaltet. Dabei sollten Jugendliche lernen, wie gefährlich Drogen für die Gesundheit sind und wie sie mit Hilfe ihres gestärkten Selbstwertgefühls Nein zu Drogen sagen können. Zwei Realschul- und eine Hauptschulklasse nahmen in diesem ersten Jahr teil.

„Den Jugendlichen sollte bewusst werden, dass es nicht nötig ist, Drogen zu nehmen, um sich besser zu fühlen“, sagte Wolfgang König, einer der drei Klassenlehrer, die das Projekt veranstaltet haben.

Am ersten Tag wurden die Schüler in vier Gruppen aufgeteilt, in denen sie spielerisch über sich selbst erfahren und ihr Selbstwertgefühl stärken konnten. „Es sollte ein Gruppenzusammenhalt auf Vertrauensbasis geschaffen werden, der es möglich macht, dass die Jugendlichen zu ihren Erfahrungen, die sie mit Zigaretten und Alkohol gemacht haben, stehen“, erklärte Jugendsozialarbeiter Todor Tabakov.

Kompetente Referenten von Krankenkassen, Gesundheitsamt und Polizei rüttelten die Schüler mit Filmen und Gesundheitstests wach. Videos, in denen Jugendliche fremdverschuldet durch alkoholisierte oder berauschte Autofahrer zu Tode kommen, schockierten und erinnerten die Schüler zugleich: Vor zwei Jahren kam ein 15-Jähriger aus Gemünden bei einem Unfall zu Tode, weil er Mitfahrer eines Betrunkenen war.

Dass sich die Teilnehmer des Projekts den „Kick“ auch anderweitig als durch Drogen holen können, wurde am dritten Tag im Kletterpark am Edersee deutlich gemacht.

Die Klassenlehrer bestätigten, dass die Schüler durch das Projekt aufmerksamer waren, mehr gelernt und gut zusammengearbeitet haben. „Letztlich macht ein Projekt für diese Altersgruppe mehr Sinn als trockener Unterricht“, meinte Klassenlehrerin Elke Thursar-Eichelbeck.

Die Lehrer sind sich darüber einig, dass die Veranstaltung ohne die finanzielle Unterstützung von der Spar- und Kredit-Bank Gemünden und „Jaeschke Euro Consulting“ nicht möglich gewesen wäre. Die Sponsoren möchten mit ihrem Engagement eine Signalwirkung für andere lokale Unternehmen erzielen, die sich für ähnliche Veranstaltungen einsetzen sollen.

Quelle: HNA

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